Dietz, Johann Friedrich Wilhelm. Hessen-Darmstädtischer Hofarzt. Dr. med. Arzt und Geburtshelfer.
* 21.8.1735 Darmstadt, † 20.1.1805 Ffm.
Sohn des Hochfürstlich Hessen-Darmstädtischen Superintendenten und Ersten Hofpredigers Magister Johann Hektor D. (1704-1780). Vater von Johann Nikolaus Hektor D.
Von 1753 bis 1757 Studium der Medizin in Göttingen. Seit 1757 praktischer Arzt in Ffm. Dann ergänzendes zweijähriges Studium der Geburtshilfe in Straßburg und Paris. Von 1766 bis 1803 Stadtgeburtshelfer in Ffm. Im November 1772, nach Senckenbergs Tod, zum Mitglied des Sanitätsamts als Physicus extraordinarius und zum Administrator des Stifts (bis 1804) erwählt. Seit 1781 Physicus ordinarius. Mehrfach Pfleger des Armen-, Waisen- und Arbeitshauses und des Almosen-Kastenamts. Gesuchter Frauen- und Kinderarzt.
Theater- und Musikfreund. Während seines Ffter Aufenthalts 1790 war Mozart regelmäßig im Hause D. auf der Zeil zu Gast und musizierte dort. Dass D. dem geselligen Leben so sehr zugetan war, stieß auf heftige Kritik. Der coburgische Staatsminister Moritz August von Thümmel z. B. gibt in seiner „Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich im Jahre 1785-86“ eine sehr boshafte Schilderung D.ens.
Von 1753 bis 1757 Studium der Medizin in Göttingen. Seit 1757 praktischer Arzt in Ffm. Dann ergänzendes zweijähriges Studium der Geburtshilfe in Straßburg und Paris. Von 1766 bis 1803 Stadtgeburtshelfer in Ffm. Im November 1772, nach Senckenbergs Tod, zum Mitglied des Sanitätsamts als Physicus extraordinarius und zum Administrator des Stifts (bis 1804) erwählt. Seit 1781 Physicus ordinarius. Mehrfach Pfleger des Armen-, Waisen- und Arbeitshauses und des Almosen-Kastenamts. Gesuchter Frauen- und Kinderarzt.
Theater- und Musikfreund. Während seines Ffter Aufenthalts 1790 war Mozart regelmäßig im Hause D. auf der Zeil zu Gast und musizierte dort. Dass D. dem geselligen Leben so sehr zugetan war, stieß auf heftige Kritik. Der coburgische Staatsminister Moritz August von Thümmel z. B. gibt in seiner „Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich im Jahre 1785-86“ eine sehr boshafte Schilderung D.ens.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 159, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Kallmorgen, S. 246.
|
Stricker, S. 263.
Literatur:
Dietz: Johannes Hektor Dietz 1889, S. 104-116.
GND: 121572854 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Dietz, Johann Friedrich Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2019.
Stand des Artikels: 20.11.1987