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Davidson, Paul

Begründer der deutschen Filmindustrie.

Davidson, Paul. Filmindustrieller. * 30.3.1867 Lötzen/Ostpreußen, † 18.7.1927 (Schäftlarn-)Zell/Oberbayern.
Kaufmann. Seit 1902 Leiter der „Ffter Wach- & Schließgesellschaft“ in Ffm. Zusammen mit dem Warenhausbesitzer Hermann Wronker und den Immobilienkaufleuten Julius Wiesbader (1868-?) und Max Bauer (1870-?) gründete D. im März 1906 in Ffm. die „Allgemeine Kinematographen-Theater Gesellschaft, Union-Theater für lebende und Tonbilder GmbH“ (AKTG), die sich hauptsächlich mit der Errichtung von Filmtheatern (unter dem Namen „U. T.“, d. i. „Union-Theater“) befasste. Die AKTG eröffnete im Juli 1906 auch ein Kino in Ffm., das „Theater du Nord“ in einem Saal des „Hotels du Nord“ in der Großen Gallusstraße 17, eines der ersten ortsfesten Kinotheater in der Stadt. Unter der Geschäftsführung von D. entwickelte sich aus der rasch expandierenden AKTG 1910 die Projektions-Aktiengesellschaft „Union“ (PAGU) als die erste Aktiengesellschaft in der Geschichte der deutschen Filmindustrie. Neben dem Betrieb von Kinos widmete sich die PAGU künftig auch der Herstellung und dem Verleih von Filmen sowie der Produktion von Apparaten. Im Büro der PAGU in der Kaiserstraße 64 schloss D. am 27.5.1911 die Verträge mit Asta Nielsen über deren erste Filme in Deutschland, womit der Aufstieg der Schauspielerin zum Weltstar begann. 1912 verlegte die PAGU ihren Firmensitz von Ffm. nach Berlin, wohin auch D. mitzog; eine Zweigniederlassung des Unternehmens in Ffm. blieb bestehen. 1918 ging die PAGU in die wenige Monate zuvor gegründete „Universum-Film Aktiengesellschaft“ (Ufa) über, und D. wurde einer der Generaldirektoren der Ufa in Berlin. Er gilt als der Begründer der deutschen Filmindustrie, wobei er neben der kaufmännischen Organisation auch auf die künstlerische Weiterentwicklung des Films Wert legte. Unter seiner Direktion entstanden über 200 Filme, in denen Schauspieler wie Emil Jannings, Pola Negri, Henny Porten und Paul Wegener ihre ersten Erfolge errangen und die heute in die Filmgeschichte eingegangen sind. Auch den jungen Ernst Lubitsch hat D. gefördert. Nach seinem Ausscheiden bei der Ufa 1921 gründete D. die „Europäische Film-Allianz GmbH“ (EFA) und, nach dem Scheitern dieses Projekts, 1924 die „Davidson-Film AG“. 1926 kehrte er kurzzeitig zur Ufa zurück.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 146, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Hanns-Wilhelm Lavies in: NDB 3 (1957), S. 538.
Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.
Literatur: Doch das Zeugnis lebt fort 1965, S. 311.
Doch das Zeugnis lebt fort. Der jüdische Beitrag zu unserem Leben. Berlin/Ffm. 1965.
| Lähn, Peter: Die PAGU. Ein Filmunternehmen aus Fft. In: Lebende Bilder einer Stadt 1995, S. 52-59.
Lebende Bilder einer Stadt. Kino und Film in Ffm. [Red.: Rudolf Worschech, Michael Schurig, Thomas Worschech.] Ffm. 1995. (Schriftenreihe des Deutschen Filmmuseums Fft.).
Quellen: ISG, Nullkartei.
ISG, Einwohnermeldekartei („Nullkartei“), ca. 1870-1930.
| ISG, S2/5. 396.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 135725976 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Davidson, Paul. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1986.


Stand des Artikels: 1.10.1987

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