Daut (auch: Dauth), Johannes Maximilian. Religiöser Schwärmer.
~ 18.5.1656 (Ffm.-)Niederrad, ▭ † 1736.
Schustergeselle in Ffm. D. trat erstmals am 17.11.1709 mit einer eigenmächtigen Ansprache nach dem Gottesdienst in der Barfüßerkirche auf. In der Folgezeit predigte er in den Straßen. In seiner Schrift „Helle Donner-Posaune (...)“ (1710) verkündigte er das nahe bevorstehende Strafgericht Gottes über Ffm., das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und Schweden und verhieß der kleinen von Christus geretteten Gruppe die Feier der „Hochzeit des Lammes“. Da er die lutherische Geistlichkeit in der Schrift und in seinen Predigten angriff, wurde D. 1711 der Stadt verwiesen und ging nach Leiden. Seine sektiererischen Ideen verbreiteten sich weit. In den 1730er Jahren widerrief er selbst seine prophetischen Schriften.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 146, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Steitz in: ADB 4 (1876), S. 776.
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Heinrich Laag in: NDB 3 (1957), S. 530.
Quellen:
ISG, S2/6. 804.
GND: 100099246 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Daut, Johannes Maximilian. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1985.
Stand des Artikels: 30.9.1987