Cohnstaedt, Ludwig. Prof. Dr. h. c. Journalist.
* 17.8.1847 Ostrowo/Posen, † 24.12.1934 Ffm.
Zunächst als Kaufmann in Handel und Fabrikation, seit 1872 im Bankwesen beschäftigt. Gleichzeitig seit 1873 Mitarbeiter der FZ. 1877 trat C. in die Redaktion der Zeitung ein und übernahm den bisher von Sonnemann selbst geführten Handelsteil, den er bis 1909 leitete. C. gilt als der Schöpfer der deutschen Handelsjournalistik. Der Handelsteil der FZ wurde unter seiner Leitung das führende unabhängige Handelsblatt Deutschlands. C. setzte sich für eine solide Gestaltung des wachsenden Börsen- und Bankwesens ein. Durch genaue Beobachtung konnte er Skandale im Wirtschafts- und Bankwesen aufdecken. Der Handelsteil der FZ wurde so zur Kontrollinstanz auf wirtschaftlichem Gebiet. Als enger Mitarbeiter Sonnemanns wurde C. 1893 in die Geschäftsführung der Zeitung aufgenommen. Nach einer fünfjährigen Arbeitspause wegen Überarbeitung (ab 1909) war er ab 1914 wieder für die FZ tätig und gehörte bis kurz vor seinem Tod deren Aufsichtsrat an.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen. Für die 1906 erschienene „Geschichte der FZ von 1856 bis 1906“ schrieb C. die den Handelsteil betreffenden Kapitel.
Sein Sohn Wilhelm C. (1880-1937) war seit 1906 bis nach seiner Emigration in die USA 1933 ebenfalls Mitarbeiter der FZ (Psd.: Sigmund Odt), zeitweise u. a. als Korrespondent in den USA und Berlin, bevor er 1910/11 in die Ffter Redaktion eintrat.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen. Für die 1906 erschienene „Geschichte der FZ von 1856 bis 1906“ schrieb C. die den Handelsteil betreffenden Kapitel.
Sein Sohn Wilhelm C. (1880-1937) war seit 1906 bis nach seiner Emigration in die USA 1933 ebenfalls Mitarbeiter der FZ (Psd.: Sigmund Odt), zeitweise u. a. als Korrespondent in den USA und Berlin, bevor er 1910/11 in die Ffter Redaktion eintrat.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 135, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bibliogr. z. Gesch. d. Ffter Juden, S. 414.
|
Kürschner: Lit. 1905, Sp. 216; 1917, Sp. 254.
|
Lex. dt. -jüd. Autoren 5 (1997), S. 268f.
|
Richel, S. 94.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 82f.
Quellen:
Der Wink, Nr. 8, April 1926, S. 4 (mit Porträtfoto).
|
ISG, S2/2. 737.
GND: 116636378 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Cohnstaedt, Ludwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1956.
Stand des Artikels: 10.9.1987