Broßwitz, Conrad Konstantin Georg, gen. Konrad. Tapezierer und Dekorateur. Politiker.
* 15.5.1881 Danzig, † 11.3.1945 KZ Dachau.
Seit 1.9.1919 hauptamtlicher Parteisekretär des SPD-Ortsvereins in Ffm. B. gilt als einer der engagiertesten Sozialdemokraten im Fft. der Weimarer Repubilk. Vorsitzender des Kulturkartells. Mitglied der Deputation für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Leiter der Pressekommission. Von 1928 bis 1930 Mitglied des Reichstags. 1933 Stadtverordneter. Nach 1933 verfolgt und schikaniert. Nach Ausbombung seiner Wohnung in Ffm. wurde B. zusammen mit seiner Frau Anna Christina, geb. Borck (1883-?), Anfang April 1944 nach Niederhöchstadt evakuiert. Er wurde im Zuge der „Aktion Gitter“ am 22.8.1944 dort von der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen und am 14.9.1944 in das KZ Dachau gebracht, wo er starb.
Konrad-B.-Straße in Bockenheim.
Konrad-B.-Straße in Bockenheim.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 110, verfasst von: Sabine Hock.
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Lexika:
Bermejo: Ffter Stadtverordnete u. Magistratsmitglieder als Verfolgte d. NS-Staates 2006, S. 71-77.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 385.
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Keval: Widerstand 1988, S. 238f.
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Rainer Stübling in: König/Stübling: Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Friedensfreunde 1985, S. 12-35.
Quellen:
Riebsamen, Hans: „Aktion Gitter“. Als das NS-Regime zurückschlug. In: FAZ, Internetausgabe (www. faz. net), Rhein-Main, 22. 7. 2016.
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ISG, S2/4. 181.
GND: 130145645 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Broßwitz, Konrad. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1883.
Stand des Artikels: 12.6.1987