Mitbegründer und Leiter des Evangelischen Jungen- und Jungmännerwerks (EJW) in Ffm.
Both, Heinrich Paul. Lehrer.
* 11.1.1903 Ffm., † 11.2.1966 Ffm.
B. gehörte als Jugendlicher den „Ffter Bibelkränzchen“, den späteren „Ffter Schüler-Bibelkreisen“ (BK), von Albert Hamel an, zu denen ab 1911 erste Pfadfinder-Abteilungen für Jungen ab 14 Jahren gehörten. Als junger Lehrer übernahm B. 1923 die Leitung der Schüler-Bibelkreise von seinem Lehrer Hamel und weitete seitdem die evangelische Jugendarbeit in Ffm. stark aus. B. baute das Evangelische Jungen- und Jungmännerwerk Groß-Fft. (unter Zusammenschluss aller evangelischen Ffter Jugendgruppen, 1932) auf, dessen Leiter und Lehrer er bis zu seinem Tod blieb. Nach der Eingliederung in die HJ in der NS-Zeit bildete B. aus dem innersten Kern der Pfadfinderschaft die Heliand-Bruderschaft, die die Arbeit des Werkes unter erschwerten Bedingungen weiterführte. 1938 errichtete er auf seinem Grundstück in Oberursel-Oberstedten das „Haus Heliand“, ein Ferienheim für die Jugend. 1943 in politischer Haft. Nach 1945 baute B. das Evangelische Jungen- und Jungmännerwerk, das spätere Evangelische Jugendwerk (EJW), in Ffm. wieder auf. Leiter der 1946 im EJW gegründeten Heliand-Pfadfinderschaft und der Heliand-Mitarbeiterschaft. Engagiert im Kreis der Freunde des Evangelischen Jungen- und Jungmännerwerks.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 93f., verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
Neumeier: Ffter Ev. Jugendarbeit unter Paul Both im Dritten Reich 1988.
Quellen:
ISG, S2/1. 483.
GND: 123289149 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Both, Paul. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1842.
Stand des Artikels: 10.4.1987