Zülch, Walther Karl. Dr. phil. Kunsthistoriker.
* 17.11.1883 (Lahnstein-)Oberlahnstein, † 3.8.1966 (Riedstadt-)Goddelau bei Darmstadt.
Studium in Heidelberg. Seit 1907 wohnte Z. in Ffm., zeitweise in Räumen des ehemaligen Karmeliterklosters. 1911 begann er, sich der Erforschung Matthias Grünewalds zu widmen, eine Beschäftigung, die zu seiner Lebensaufgabe wurde. 1917 veröffentlichte Z. eine Urkunde über das Nachlassinventar Grünewalds, die er im Ffter Stadtarchiv entdeckt hatte. Dabei gelang es ihm, das bisher unbekannte Monogramm „MGN” als „Mathis Gothart Neithardt” zu entschlüsseln. Es folgte eine Reihe von Untersuchungen, deren Erkenntnisse Z. 1938 in der grundlegenden Arbeit „Der historische Grünewald Mathis Gothart Neithardt” zusammenfasste. Neben der Grünewald-Forschung beschäftigte sich Z. als Kunsthistoriker u. a. mit dem Ohrmuschelstil des Barock. 1933 ging Z., der der NSDAP angehörte, als Kulturdezernent nach Köln. Die Nachkriegszeit verbrachte er in der DDR. 1963 kehrte Z. nach Ffm. zurück.
1935 erschien Z.s biographisches Sammelwerk „Ffter Künstler 1223-1700”, das, wenn auch in Teilen überholt, noch immer zu den Standardwerken über das mittelalterliche und frühneuzeitliche Ffter Kunstleben zählt.
1935 erschien Z.s biographisches Sammelwerk „Ffter Künstler 1223-1700”, das, wenn auch in Teilen überholt, noch immer zu den Standardwerken über das mittelalterliche und frühneuzeitliche Ffter Kunstleben zählt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 584f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 162.
Quellen:
ISG, S2/4. 700.
Internet:
Hess. Biografie, 23.12.2021.
|
Wikipedia, 23.12.2021.
GND: 116003669 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Zülch, Walther Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1808.
Stand des Artikels: 15.8.1995