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Wolff, Georg

Wolff, Georg. Prof. Dr. phil. Dr. phil. nat. h. c. Dr.-Ing. E. h. Lehrer. Archäologe. Heimatforscher. * 28.8.1845 (Neuental-)Neuenhain bei Homberg/Efze, † 6.11.1929 Ffm.
Studium der Geschichte in Marburg. 1872 Promotion. Zunächst Gymnasiallehrer in Hanau. Dort beschäftigte sich W. neben seiner Tätigkeit als Lehrer mit ausgedehnten archäologischen Forschungen, in erster Linie mit der Erkundung der römischen Siedlungen und Kastelle in Hanaus Umgebung. Von 1889 bis 1910 Lehrer am Kaiser-Friedrichs-Gymnasium in Ffm. Hier wandte sich W. vor allem der Erforschung und Ausgrabung der Römerstadt Nida bei Heddernheim zu. Er stellte den Grundriss der Siedlung fest, legte einige der bedeutendsten Gebäude frei und brachte dabei eine Fülle archäologischer Funde ans Licht. An der Nidda-Mündung in Höchst entdeckte er die Zentralziegelei des obergermanischen Heeres, wodurch neue Erkenntnisse über die Geschichte der Eroberung der obergermanischen Provinz gewonnen werden konnten. Im Auftrag der Reichslimeskommission erforschte W. als Streckenkommissar ab 1892 die Reste der römischen Reichsgrenze sowie der dazu gehörenden Kastelle und Straßen im Rhein-Main-Gebiet. Nach 1905, als die römische Forschung weitgehend abgeschlossen war, untersuchte W. die Vor- und Frühgeschichte der Wetterau. Dort legte er zahlreiche steinzeitliche Brandgräber frei, womit bewiesen werden konnte, dass die Siedlungsgeschichte dieser Gegend weit älter als früher angenommen ist.
1902 war W. maßgebliches Gründungsmitglied der Römisch-Germanischen Kommission, des Zentralinstituts für die west- und süddeutsche Altertumsforschung, dem er bis 1928 als stellvertretender Vorsitzender angehörte.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen, u. a. „Das Römerkastell und das Mithrasheiligtum zu Großkrotzenburg” (1882), „Der römische Grenzwall bei Hanau” (1885), „Die Römerstadt Nida bei Heddernheim und ihre Vorgeschichte” (1908), „Die südliche Wetterau in vor- und frühgeschichtlicher Zeit” (1913), „Ffm. und seine Umgebung in vor- und frühgeschichtlicher Zeit” (1913) und „Römisch-germanische Forschung” (1922).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 572f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Quellen: ISG, S2/1. 301.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 117440647 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wolff, Georg. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1779.


Stand des Artikels: 28.6.1995

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