Direkt zum Inhalt
Zur Startseite
Startseite

Seitenmenü

Seitenmenü

  • Personensuche
  • Editorial
  • Neuerscheinungen
  • Aufnahmekriterien
  • Editionsprinzipien
  • Projektgeschichte
  • Technische Umsetzung
  • Autorinnen und Autoren
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Benutzeranmeldung

Pfadnavigation

  1. Startseite

Wiesenhütten, Ludwig Friedrich Wilhelm von

Gründer des „Wiesenhüttenstifts“ zum Versorgungshaus.

Wiesenhütten, Ludwig Friedrich Wilhelm Freiherr von. Großherzoglich Hessischer Kammerherr. Stifter. * 8.11.1786 Darmstadt, † 8.8.1859 Stuttgart.
Urenkel des Ffter Bankiers und Kaiserlichen Rats Johann Friedrich Wiesenhüter (1687-1742), der 1728 von Kaiser Karl VI. in den Adelsstand erhoben worden war und seinen Namen in „Wiesenhüter von W.” abgeändert hatte. Sohn des Ffter Bürgers und hessen-darmstädtischen Geheimen Legationsrats Franz Wilhelm Freiherr von W. (1755-1823).
Vom Vater hatte W. ausgedehnte Landgüter in der Wetterau und ein Hofgut „an der Windmühle” (zwischen Main und heutiger Gutleutstraße) in Ffm. geerbt. Dort lebte er zurückgezogen, sich allein der Verwaltung seiner Güter widmend. Erst im Alter von 51 Jahren heiratete W. die um 27 Jahre jüngere Metzgerstochter Dominica Stahl.
Schon zu Lebzeiten spendete W., der ein zutiefst christlich denkender und handelnder Mann war, ein Zehntel seines jährlichen Einkommens für wohltätige Zwecke. Da er keine Nachkommen hatte, setzte er 1843 in seinem Testament das Ffter Versorgungshaus, ein seit 1817 bestehendes Heim für arme, alte und gebrechliche Bürger, zu seinem Universalerben ein. In Erinnerung an ihn trägt es bis heute den Namen „Versorgungshaus und W.stift”. In seinem Testament bedachte W. auch die Ffter „Anstalt für Irre und Epileptische” mit 100.000 Gulden. 1859 erreichte der Arzt und „Struwwelpeter”-Autor Heinrich Hoffmann, dass diese Summe bereits zu Lebzeiten W.s für den Neubau der von Hoffmann geleiteten psychiatrischen Anstalt bereitgestellt wurde. W. starb noch im selben Jahr während eines Besuchs in Stuttgart.
Wegen einer Stiftung an die Stuttgarter St. Leonhardskirche wurde W. zum Ehrenbürger der Stadt Stuttgart ernannt (1857).
Familienarchiv im ISG.
W.platz und W.straße im Bahnhofsviertel. Von ca. 1902 bis 1944 W.schule, eine Hilfsschule, im Bahnhofsviertel.
Ein von Johann Nepomuk Zwerger geschaffenes Denkmal, das fünf Jahre nach W.s Tod auf dem nach ihm benannten W.platz aufgestellt wurde, wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 559, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Horne: Denkmäler 1904, S. 25f.
Horne, Anton: Die wichtigsten öffentlichen Denkmäler von Ffm. Ein Beitrag zu ihrer Kenntnis für jung und alt. Ffm./Leipzig 1904.
Quellen: ISG, S2/5. 662.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 117368865 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wiesenhütten, Ludwig Friedrich Wilhelm von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1738.


Stand des Artikels: 20.6.1995

  • Startseite
  • Impressum

Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

Menü