Wenzel, Heinrich Carl (auch: Karl) Dismas. Geheimrat. Prof. Dr. med. Mediziner.
* 25.4.1769 Mainz, † 18.10.1827 Ffm.
Studium der Medizin an der Mainzer Universität. 1791 Promotion. Von 1791 bis 1795 Reisen mit seinem Bruder, dem Arzt Joseph W. (1768-1808), zu den verschiedensten Kapazitäten in ganz Europa, um sich weiterzubilden. Seit 1795 in Ffm. 1798 unter die hiesige Ärzteschaft aufgenommen. Von 1806 bis 1813 Leibarzt Dalbergs. 1812 wurde W. von Dalberg zum Rektor der eben gegründeten Medizinisch-chirurgischen Spezialschule ernannt, die als französische Einrichtung nach dem Sturz Napoleons jedoch schon Ende 1813 wieder geschlossen wurde. Von 1812 bis 1814 war W. in den in Ffm. errichteten preußischen, französischen und russischen Lazaretten tätig. Seit 1824 Stadtgeburtshelfer in Ffm. W. hat als erster deutscher Arzt die Operation der künstlichen Frühgeburt durchgeführt (1804) und diese in Deutschland bekannt gemacht.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen.
Zwei Porträts (Ölgemälde von Friedrich Wilhelm Herdt, 1818, und Karl Thelott, 1828) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Zahlreiche Fachveröffentlichungen.
Zwei Porträts (Ölgemälde von Friedrich Wilhelm Herdt, 1818, und Karl Thelott, 1828) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 551f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Julius Leopold Pagel in: ADB 41 (1896), S. 739.
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Kallmorgen, S. 446f.
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Kutz: Senck. Portr., S. 120, Nr. 68; S. 123, Nr. 86.
GND: 117295167 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wenzel, Carl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1721.
Stand des Artikels: 24.4.1995