Welsch (auch: Wälsch), Maximilian (seit 1714: von). Kurmainzischer und bambergischer Baudirektor. Ingenieur. Architekt. Gartenarchitekt.
~ 23.2.1671 Kronach, † 15.10.1745 Mainz.
Zu Anfang des 18. Jahrhunderts entschloss sich der Deutsche Orden in Ffm. zur Niederlegung seines gotischen Hauses und zur Errichtung eines palastartigen Neubaus. 1709 wurde der Grundstein für das neue Deutschordenshaus gelegt. W., ein bedeutender Architekt der Barockzeit, wurde noch im selben oder spätestens im darauffolgenden Jahr mit der Ausarbeitung von Plänen beauftragt. Ausführender Baumeister war der Ffter Maurermeister Daniel Kayser. W.s Pläne sind nicht erhalten. Allein das Hauptportal scheint nach seinem Entwurf ausgeführt worden zu sein. Der Plan W.s für eine monumentale Treppenanlage wurde von Kayser abgeändert.
Weitere Bauten, an denen W. maßgeblich beteiligt war, sind die Orangerie in Fulda, die Schlösser in Pommersfelden, Würzburg, (Wiesbaden-)Biebrich und Bruchsal sowie die Abteikirche in Amorbach.
Weitere Bauten, an denen W. maßgeblich beteiligt war, sind die Orangerie in Fulda, die Schlösser in Pommersfelden, Würzburg, (Wiesbaden-)Biebrich und Bruchsal sowie die Abteikirche in Amorbach.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 548f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Baudenkmäler 1 (1896), S. 188-222 (Deutschordenshaus), bes. S. 194.
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Thieme/Becker 35 (1942), S. 361-363.
Literatur:
Schlegel, Arthur: Der Anteil Maximilian von Welschs am Deutschordenshaus in Ffm. -Sachsenhausen. In: AFGK IV, 1 (1925), S. 104-110.
GND: 118766651 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Welsch, Maximilian (von). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1713.
Stand des Artikels: 9.6.1995