Wallach, Joseph. Dr. med. Arzt.
* 21.7.1813 Kassel, † 21.3.1878 Ffm.
Von 1832 bis 1836 Studium der Medizin in Marburg. 1836 Promotion. Im selben Jahr Staatsexamen in Kassel. Von 1837 bis 1839 Assistent an der Marburger Klinik. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde W. von dem Prinzregenten Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel 1839 die Genehmigung verweigert, sich in Kassel als praktischer Arzt niederzulassen. 1841 Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. 1842 praktischer Arzt in Wolfhagen. Im darauffolgenden Jahr Versetzung nach Bockenheim. 1845 wurde W. zum Leibarzt des in Ffm. residierenden Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen berufen und übersiedelte dorthin. Auf Veranlassung des Kurfürsten wurde er 1847 in den Kreis der Ffter praktischen Ärzte aufgenommen. 1876 wurde W. durch einen ehemaligen Patienten so schwer verletzt, dass er ein Jahr darauf an den Folgen des Attentats starb.
Mitglied und 1867 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins.
Veröffentlichung zahlreicher Abhandlungen zur Medizin und zur Geschichte der Medizin.
Mitglied und 1867 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins.
Veröffentlichung zahlreicher Abhandlungen zur Medizin und zur Geschichte der Medizin.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 530f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Julius Leopold Pagel in: ADB 40 (1896), S. 731.
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Kallmorgen, S. 441f.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 513f.
Quellen:
ISG, S2/11. 494.
GND: 117121924 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wallach, Joseph. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1667.
Stand des Artikels: 10.4.1995