Johann Conrad Varrentrapp
Ölgemälde von Carl Bennert (1853).
Eigentümer: Dr. Senckenbergische Stiftung.
Reproduktion: Sebastian Krupp.
© Dr. Senckenbergische Stiftung, Ffm. / Sebastian Krupp, Nauheim.
Varrentrapp, Johann Conrad. Prof. Dr. med. Stadtphysikus. Arzt.
* 7.8.1779 Ffm., † 11.3.1860 Ffm.
Sohn des Buchhändlers Johann Friedrich V. (1742-1814) und dessen Ehefrau Maria Eva, geb. Mergenbaum (1748-1834). Enkel von Franz V.
Studium der Medizin in Berlin und Jena (1799-1803). Assistent von Christoph Wilhelm Hufeland in Berlin. 1803 Promotion in Jena. V. besuchte während eines einjährigen Aufenthalts in Wien (1803-04) die Vorlesungen von Johann Peter Frank, einer Koryphäe der öffentlichen Gesundheitspflege. Im November 1804 erwarb V. die Konzession, in seiner Vaterstadt zu praktizieren. 1807/08 Stiftsarzt am Bürgerhospital. Carl Theodor von Dalberg stiftete im Herbst 1812 dem Großherzogtum Fft. eine Universität, deren Fakultäten auf verschiedene Städte verteilt wurden. Ffm. beherbergte die Medizinische Akademie. V. erhielt einen Ruf zum Professor für Gerichtsmedizin und medizinische Polizei. Der Untergang des Großherzogtums führte 1814 qua Senatsbeschluss zur Auflösung der Ffter Fakultät. Innerhalb kurzer Zeit stieg V. vom Physicus extraordinarius (1813) zum Stadtphysikus (1814) und schließlich zum Physicus primarius (1818-51) auf. Nach dem Eintritt in die Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung im Dezember 1813 wurde V. schon am 17.11.1814 zum Senior der Stiftung ernannt (bis 1852). Tätigkeit als Arzt am Hospital zum heiligen Geist (1814-41) und an der Anstalt für Irre und Epileptische (1814-51). Nachdem V. von 1818 bis 1849 in der Gallusgasse gewohnt hatte, verbrachte er den Lebensabend als Pflegefall im Haus seines Sohnes Georg V. in der Hochstraße 4.
Von 1817 bis 1819, 1823/24 und von 1829 bis 1832 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung.
Mitbegründer des Ärztlichen Vereins.
Am 2.3.1805 Aufnahme in die Loge zur Einigkeit.
Ölporträt (von Carl Bennert, 1853) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Studium der Medizin in Berlin und Jena (1799-1803). Assistent von Christoph Wilhelm Hufeland in Berlin. 1803 Promotion in Jena. V. besuchte während eines einjährigen Aufenthalts in Wien (1803-04) die Vorlesungen von Johann Peter Frank, einer Koryphäe der öffentlichen Gesundheitspflege. Im November 1804 erwarb V. die Konzession, in seiner Vaterstadt zu praktizieren. 1807/08 Stiftsarzt am Bürgerhospital. Carl Theodor von Dalberg stiftete im Herbst 1812 dem Großherzogtum Fft. eine Universität, deren Fakultäten auf verschiedene Städte verteilt wurden. Ffm. beherbergte die Medizinische Akademie. V. erhielt einen Ruf zum Professor für Gerichtsmedizin und medizinische Polizei. Der Untergang des Großherzogtums führte 1814 qua Senatsbeschluss zur Auflösung der Ffter Fakultät. Innerhalb kurzer Zeit stieg V. vom Physicus extraordinarius (1813) zum Stadtphysikus (1814) und schließlich zum Physicus primarius (1818-51) auf. Nach dem Eintritt in die Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung im Dezember 1813 wurde V. schon am 17.11.1814 zum Senior der Stiftung ernannt (bis 1852). Tätigkeit als Arzt am Hospital zum heiligen Geist (1814-41) und an der Anstalt für Irre und Epileptische (1814-51). Nachdem V. von 1818 bis 1849 in der Gallusgasse gewohnt hatte, verbrachte er den Lebensabend als Pflegefall im Haus seines Sohnes Georg V. in der Hochstraße 4.
Von 1817 bis 1819, 1823/24 und von 1829 bis 1832 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung.
Mitbegründer des Ärztlichen Vereins.
Am 2.3.1805 Aufnahme in die Loge zur Einigkeit.
Ölporträt (von Carl Bennert, 1853) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 505, verfasst von: Thomas Bauer (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).
Lexika:
Kallmorgen, S. 437.
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Kutz: Senck. Portr., S. 119, Nr. 67.
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Richel, S. 612.
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Schrotzenberger, S. 258.
Literatur:
Arnswaldt: Familie Varrentrapp 1908.
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Naujoks/Preiser (Hg.): Dr. Senckenbergische Stiftung 1991, S. 129.
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Swarzenski (Hg.): Das Ffter Bildnis 2 (1918), Bl. 42.
Quellen:
ISG, Nachlassakten 1860/413.
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ISG, S2/14. 502.
Internet:
Hess. Biografie, 18.6.2014.
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Senckenbergische Portraitsammlung, 1.12.2023.
GND: 117350613 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Bauer, Thomas: Varrentrapp, Johann Conrad. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1585.
Stand des Artikels: 18.6.2014
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 07.2014
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Juli 2014.