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Beckmann, Eberhard

Intendant des Senders „Radio Fft.“ bzw. des Hessischen Rundfunks von 1946/48 bis 1962.

Beckmann, Klemens Eberhard Bernhard. Dr. phil. Journalist. * 8.1.1905 Rheine/Westfalen , † 3.1.1962 Gießen.
Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Münster und Ffm. Seit 1928 freier Journalist und Theaterkritiker in Ffm. Schrieb u. a. als „Mann im Hain“ Knittelverse für den Ffter General-Anzeiger. Freier Mitarbeiter des Ffter Anzeigers, der Ffter „Volksstimme“, der Rhein-Mainischen Volkszeitung und der aktuellen Abteilung beim Südwestdeutschen Rundfunk in Ffm. Von 1928 bis zur Entlassung im März 1933 Lehrer für Theater- und Kunstgeschichte an der Ffter Schauspielschule, für die er auch eine Werbeschrift zum zehnjährigen Bestehen herausgab (1930). 1933 als Sozialdemokrat wegen „staatsfeindlicher Tätigkeit“ verhaftet. Da B. sich weigerte, sich von seiner „nichtarischen“ Frau, Dr. Editha B., geb. Leoni (1903-1991), zu trennen, wurde er auch nach der Haftentlassung angefeindet, musste seine journalistische Laufbahn aufgeben und zog sich als Landwirt nach Götzenhain zurück. 1945 wurde B. von der Stadt Ffm. zum Referenten „zur Rückführung ehemaliger KZ-Insassen in das bürgerliche Leben“ bestellt. Seit September 1945 Leiter des Amts für die Städtischen Bühnen und Konzerte. Organisierte in dieser Stellung als „Kulturrat“ den Neuaufbau des Kulturamts und damit den Neubeginn der Ffter Theater, des Bundes für Volksbildung, des Freien Deutschen Hochstifts sowie der Museums-Gesellschaft. Seit 1.6.1946 Intendant von Radio Fft. Am 31.12.1948 vom Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks als Intendant des HR bestätigt. Große Verdienste um den Aufbau des HR. 1950 an der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der westdeutschen Rundfunkanstalten maßgeblich beteiligt. Förderte die Internationale Radiouniversität. Als langjähriger Vorsitzender der ARD-Fernsehkommission trieb B. die Entwicklung des Deutschen Fernsehens voran. Die Fernsehteilnehmer des HR waren die ersten des europäischen Festlands, die schon ab 1.5.1961 zwischen zwei Programmen des eigenen Senders wählen konnten.
Mitglied des Freien Deutschen Hochstifts. Förderte die Volksbildungsarbeit im Rhein-Main-Gebiet. Ehrenvorsitzender des Ffter Bundes für Volksbildung und der Volksbühne.
1955 Großes Bundesverdienstkreuz. 1956 Goethe-Plakette des Landes Hessen.
Porträtbüste (von Hans Mettel, 1963) in der Säulenhalle des Funkhauses am Dornbusch.
Nachlass im ISG.
Eberhard-B.-Anlage, eine Grünanlage, die von der Eschersheimer Landstraße zum Funkhaus des HR am Dornbusch führt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 51f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur: Beckmann (Hg.): Ffter Schauspielschule 1930, S. 37, 55.
Beckmann, Eberhard (Hg.): Zehn Jahre Ffter Schauspielschule 1920-1930. Eine Werbeschrift für die Schulidee. [Ffm. 1930.]
Quellen: ISG, S2/656.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 116106336 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Beckmann, Eberhard. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1536.


Stand des Artikels: 8.9.1986

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