Teves, Alfred. Kgl. Bulgarischer Generalkonsul. Dr. phil. nat. h. c. Fabrikant.
* 27.1.1868 Trittau/Holstein, † 5.11.1953 (Glashütten-)Oberems/Taunus.
T. besuchte bis zum 15. Lebensjahr das Lübecker Gymnasium und fuhr anschließend als Schiffsjunge und Matrose zur See. Später erwarb er das Steuermanns- und Kapitänspatent. 1898 beendete er seine seemännische Laufbahn und trat in die Automobilabteilung der Ffter Adlerwerke ein. 1909 machte sich T. selbstständig und gründete zusammen mit dem Stuttgarter Ingenieur Matthäus Braun die „Mitteldeutsche Kühlerfabrik Teves und Braun“; 1912 folgte die Gründung der „Alfred Teves Maschinen- und Armaturenfabrik KG“ (später GmbH). T. startete mit 30 Mitarbeitern, beschäftigte aber schon während des Ersten Weltkriegs rund 2.000. Nach 1918 stieg die Firma unter dem Namen ATE zum weltweit operierenden Unternehmen auf. Ihren Ruf begründete ATE zunächst mit der Herstellung von Kolbenringen. In den Zwanzigerjahren unternahm T. zahlreiche Studienreisen in die USA, u. a. 1924 als Delegierter der Detroiter Automobilausstellung, was seinen Niederschlag in der Einführung von technischen Neuerungen, etwa der hydraulischen Bremse, fand. 1927 begann T. mit der Fabrikation von elektrischen Kühlaggregaten und Klimaanlagen. Als erstes deutsches Unternehmen fertigte die Firma elektrische Haushaltskühlschränke. 1934 gründete T. in Berlin ein Zweigwerk seines vielseitigen Unternehmens. 1941 trat T. die Geschäftsleitung an seinen Sohn Ernst August T. (1913-1981) ab, übernahm aber nach dessen Einberufung zur Wehrmacht 1942 nochmals die Firmenführung. Nach 1945 war T. an der Seite seiner Söhne am Wiederaufbau der 1944 schwerbeschädigten Ffter Fabrikationsstätten beteiligt.
Mitglied der Ffter Familienkundlichen Gesellschaft.
1922 Ehrendoktorwürde der Ffter Universität. 1953 Ehrenplakette der Stadt Ffm. Ehrenpräsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie.
1967 wurde ATE ein Teil des New Yorker Industriekonzerns ITT Automotive. Seit Mitte der Achtzigerjahre führend in der Herstellung des Bremsen-Antiblockiersystems ABS. Das Rödelheimer T.-Hauptwerk (seit 1969) in der Guerickestraße beschäftigte Anfang der Neunzigerjahre rund 2.800, die T.-Gruppe weltweit insgesamt 12.000 Mitarbeiter.
T.straße in der Friedrich-Ebert-Siedlung im Gallusviertel. Seit 1970 Alfred-T.-Fonds zur Entwicklung neuer Studiengänge an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
Mitglied der Ffter Familienkundlichen Gesellschaft.
1922 Ehrendoktorwürde der Ffter Universität. 1953 Ehrenplakette der Stadt Ffm. Ehrenpräsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie.
1967 wurde ATE ein Teil des New Yorker Industriekonzerns ITT Automotive. Seit Mitte der Achtzigerjahre führend in der Herstellung des Bremsen-Antiblockiersystems ABS. Das Rödelheimer T.-Hauptwerk (seit 1969) in der Guerickestraße beschäftigte Anfang der Neunzigerjahre rund 2.800, die T.-Gruppe weltweit insgesamt 12.000 Mitarbeiter.
T.straße in der Friedrich-Ebert-Siedlung im Gallusviertel. Seit 1970 Alfred-T.-Fonds zur Entwicklung neuer Studiengänge an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Johann Wolfgang Goethe-Universität.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 466f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
NB 1985, S. 396, Nr. 2275; 1992, S. 805, Nr. 4403.
Literatur:
Hess. Familienkunde 3 (1954), S. 60.
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Schiedermair/Setzepfandt: Die Wiese auf dem Ffter Hauptfriedhof 2018, S. 52f.
Quellen:
ISG, S2/129.
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ISG, S3/4. 081 (Fa. Alfred Teves).
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ISG, S3/8. 486 (Alfred-Teves-Fonds); darin: Uni-Report, 12. 5. 1970.
GND: 1102410144 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Teves, Alfred. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1463.
Stand des Artikels: 24.4.1995