Bauer, Fritz Max. Dr. jur. Jurist.
* 16.7.1903 Stuttgart, † 30.6.1968 Ffm.
Seit 1956 Hessischer Generalstaatsanwalt. Als Humanist und Antifaschist energischer Verfechter von Recht und Demokratie. Streben nach der gerechten Aburteilung von Kriegs- und Naziverbrechen. Initiator und treibende Kraft des ersten Auschwitz-Prozesses, der von 1963 bis 1965 in Ffm., zunächst im Römer, dann im Haus Gallus, stattfand. Engagement für Rechtsreformen und modernen Strafvollzug in Hessen.
Fritz-B.-Saal, das ehemalige Dienstzimmer (Raum 253) B.s, im Gebäude B des Landgerichts in Ffm.
Die Akten (450 Bände) und die Tonbandmitschnitte (103 Tonbänder) des ersten Auschwitz-Prozesses, die im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden überliefert sind, wurden im Oktober 2017 in die Liste des Unesco-Weltdokumentenerbes aufgenommen.
2014 Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ im Jüdischen Museum Ffm. in Kooperation mit dem Fritz B. Institut und dem Thüringer Justizministerium.
Fritz-B.-Straße auf dem Riedberg. Fritz B. Institut (gegründet am 15.1.1995) mit dem bereits seit 1993 bestehenden Förderverein und der Fritz-B.-Stiftung in Ffm. zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust. Fritz-B.-Preis.
Denkmal (von Tamara Grcic, 2016) vor dem Oberlandesgericht, Zeil 42, in der Innenstadt.
Fritz-B.-Saal, das ehemalige Dienstzimmer (Raum 253) B.s, im Gebäude B des Landgerichts in Ffm.
Die Akten (450 Bände) und die Tonbandmitschnitte (103 Tonbänder) des ersten Auschwitz-Prozesses, die im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden überliefert sind, wurden im Oktober 2017 in die Liste des Unesco-Weltdokumentenerbes aufgenommen.
2014 Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht“ im Jüdischen Museum Ffm. in Kooperation mit dem Fritz B. Institut und dem Thüringer Justizministerium.
Fritz-B.-Straße auf dem Riedberg. Fritz B. Institut (gegründet am 15.1.1995) mit dem bereits seit 1993 bestehenden Förderverein und der Fritz-B.-Stiftung in Ffm. zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust. Fritz-B.-Preis.
Denkmal (von Tamara Grcic, 2016) vor dem Oberlandesgericht, Zeil 42, in der Innenstadt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 45, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Lit. Ffm., Nr. 115.
Literatur:
Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 42f.
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Backhaus/Gross/Boll (Hg.): Fritz Bauer 2014.
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Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 366.
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Hoffmann: Die großen Ffter 2012, S. 98-100.
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Sarkowicz: Hessen hat ein Gesicht 2013, S. 13f.
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Steinke: Fritz Bauer 2013.
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Riedel, Erik: Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen und Antisemitismus. In: Wenzel/Kößling/Backhaus (Hg.): Jüd. Fft. 2020, S. 140-145, hier S. 141f.
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Wojak: Fritz Bauer 2009.
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Wojak: Fritz Bauer u. die Aufarbeitung d. NS-Verbrechen 2003.
Quellen:
ISG, S2/966.
GND: 119375664 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bauer, Fritz. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1426.
Stand des Artikels: 28.8.1986