Direktor des Historischen Museums Ffm. von 1960 bis 1982.
Stubenvoll, Hans. Dr. phil. Kunsthistoriker.
* 18.2.1917 Mantel/Oberpfalz, † 22.6.1987 Friedrichsdorf/Taunus.
Sohn einer Arbeiterfamilie.
Kriegsdienst. Seit 1946 Studium der Kunstgeschichte in Ffm. Volontär am Städelschen Kunstinstitut. Seit 1954 Hilfsassistent, seit 1956 Kustos am Historischen Museum Ffm. Von 1960 bis 1982 Leiter des Historischen Museums. Von Anfang an plante S., das HMF in eine Bildungsstätte umzugestalten. In den provisorischen und unzulänglichen Räumen des Bernusbaus und seit 1968 vorübergehend auch im Rothschildpalais veranstaltete S. erstmals Ausstellungen, die vorrangig nach didaktischen Gesichtspunkten aufgebaut waren. Für die Gestaltung des 1972 eröffneten Neubaus des HMF am Römerberg – des ersten Museumsneubaus in Ffm. nach dem Krieg (abgerissen 2011) – war S. wesentlich mitverantwortlich. Auf seine Initiative ging auch die seinerzeit heftig umstrittene museumsdidaktische Konzeption der dortigen Dauerausstellung zurück. Geschichte sollte nicht anhand historischer Gegenstände angedeutet, sondern mit Hilfe kritischer Texte aufgearbeitet und auch dem Besucher ohne Vorbildung erhellt werden.
Fachveröffentlichungen, u. a. „Kunst und Kultur von der Reformation bis zur Aufklärung“ (mit Wolfram Prinz und Gerhard Bott, 1956) und „Fft. – Ansichten aus alter Zeit“ (1959).
Kriegsdienst. Seit 1946 Studium der Kunstgeschichte in Ffm. Volontär am Städelschen Kunstinstitut. Seit 1954 Hilfsassistent, seit 1956 Kustos am Historischen Museum Ffm. Von 1960 bis 1982 Leiter des Historischen Museums. Von Anfang an plante S., das HMF in eine Bildungsstätte umzugestalten. In den provisorischen und unzulänglichen Räumen des Bernusbaus und seit 1968 vorübergehend auch im Rothschildpalais veranstaltete S. erstmals Ausstellungen, die vorrangig nach didaktischen Gesichtspunkten aufgebaut waren. Für die Gestaltung des 1972 eröffneten Neubaus des HMF am Römerberg – des ersten Museumsneubaus in Ffm. nach dem Krieg (abgerissen 2011) – war S. wesentlich mitverantwortlich. Auf seine Initiative ging auch die seinerzeit heftig umstrittene museumsdidaktische Konzeption der dortigen Dauerausstellung zurück. Geschichte sollte nicht anhand historischer Gegenstände angedeutet, sondern mit Hilfe kritischer Texte aufgearbeitet und auch dem Besucher ohne Vorbildung erhellt werden.
Fachveröffentlichungen, u. a. „Kunst und Kultur von der Reformation bis zur Aufklärung“ (mit Wolfram Prinz und Gerhard Bott, 1956) und „Fft. – Ansichten aus alter Zeit“ (1959).
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 451f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Die Zukunft beginnt in der Vergangenheit 1982.
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Kittel: Marsch durch die Institutionen? 2011, bes. S. 125-169.
Quellen:
ISG, S2/2. 418.
GND: 118619535 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Stubenvoll, Hans. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1382.
Stand des Artikels: 17.8.1995