Stricker, Wilhelm Friedrich Karl. Dr. med. Arzt. Schriftsteller. Bibliothekar.
* 7.6.1816 Ffm., † 4.3.1891 Ffm.
Enkel des Pfarrers, Schulreformers und Goethe-Freunds Wilhelm Friedrich Hufnagel.
Nach dem Tod des Vaters und des Großvaters übersiedelte S. 1830 mit seiner Mutter nach Kreuznach. Studium der Medizin in Dresden, Göttingen und Berlin. 1839 Promotion. Anschließend Reisen nach Italien und Paris. Von 1841 bis 1844 Arzt in Dresden. Erste literarische und kulturhistorische Studien. Seit 1844 Arzt in Ffm. 1845 Mitbegründer der Augenheilanstalt. In den folgenden Jahren unbesoldeter Armenarzt der Armenklinik, des Heiliggeisthospitals, der Taubstummenanstalt und des Almosenkastens.
Zugleich war S. seit 1846 ehrenamtlich an der Senckenbergischen Bibliothek tätig. 1854 wurde er deren Zweiter Bibliothekar, 1863 rückte er auf die Stelle des Ersten Bibliothekars. 1875 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins.
Neben der Medizin beschäftigte sich S. mit Fragen der Statistik, Ethnologie, Geschichte, Lokalgeschichte und Geografie. Er war korrespondierendes Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereine und Gesellschaften.
Buchveröffentlichungen, u. a. „Geschichte der Heilkunde und der verwandten Wissenschaften in der Stadt Ffm.“ (1847), „Beiträge zur ärztlichen Kulturgeschichte“ (1865) und „Neuere Geschichte von Ffm. 1806-1866“ (1874/80), sowie Zeitschriftenaufsätze zu den oben genannten Themenbereichen und auch zur Goetheforschung. Mitarbeiter der „Allgemeinen Deutschen Biographie“.
Gründungsherausgeber (1847) der Zeitschrift „Germania. Archiv zur Kenntnis des deutschen Elements in allen Ländern der Erde“. Mitherausgeber des „Deutschen Auswanderers“ (im Auftrag des Nationalvereins für deutsche Auswanderung und Ansiedelung).
Porträt (von Erich Körner) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Nach dem Tod des Vaters und des Großvaters übersiedelte S. 1830 mit seiner Mutter nach Kreuznach. Studium der Medizin in Dresden, Göttingen und Berlin. 1839 Promotion. Anschließend Reisen nach Italien und Paris. Von 1841 bis 1844 Arzt in Dresden. Erste literarische und kulturhistorische Studien. Seit 1844 Arzt in Ffm. 1845 Mitbegründer der Augenheilanstalt. In den folgenden Jahren unbesoldeter Armenarzt der Armenklinik, des Heiliggeisthospitals, der Taubstummenanstalt und des Almosenkastens.
Zugleich war S. seit 1846 ehrenamtlich an der Senckenbergischen Bibliothek tätig. 1854 wurde er deren Zweiter Bibliothekar, 1863 rückte er auf die Stelle des Ersten Bibliothekars. 1875 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins.
Neben der Medizin beschäftigte sich S. mit Fragen der Statistik, Ethnologie, Geschichte, Lokalgeschichte und Geografie. Er war korrespondierendes Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereine und Gesellschaften.
Buchveröffentlichungen, u. a. „Geschichte der Heilkunde und der verwandten Wissenschaften in der Stadt Ffm.“ (1847), „Beiträge zur ärztlichen Kulturgeschichte“ (1865) und „Neuere Geschichte von Ffm. 1806-1866“ (1874/80), sowie Zeitschriftenaufsätze zu den oben genannten Themenbereichen und auch zur Goetheforschung. Mitarbeiter der „Allgemeinen Deutschen Biographie“.
Gründungsherausgeber (1847) der Zeitschrift „Germania. Archiv zur Kenntnis des deutschen Elements in allen Ländern der Erde“. Mitherausgeber des „Deutschen Auswanderers“ (im Auftrag des Nationalvereins für deutsche Auswanderung und Ansiedelung).
Porträt (von Erich Körner) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 449, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Rudolf Jung in: ADB 36 (1893), S. 587f.
|
Kallmorgen, S. 427f.
|
Kutz: Senck. Portr., S. 130, Nr. 122.
Quellen:
ISG, S2/476.
GND: 101441592 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Stricker, Wilhelm. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1367.
Stand des Artikels: 17.8.1995