Stolz, Friedrich. Dr. phil. Chemiker.
* 6.4.1860 Heilbronn, † 2.4.1936 Ffm.-Höchst.
S., der aus einer alten Apothekerfamilie stammte, studierte zunächst dem Wunsch seines Vaters entsprechend Pharmazie in München. Nach einem zusätzlichen Chemiestudium trat er eine Assistentenstelle bei dem Farbstoffchemiker Adolf von Baeyer an. Neben der Erforschung der Jodpropargylsäure promovierte S. mit einer Arbeit über die Jodpropiolsäure. 1890 wurde er durch den Leiter des wissenschaftlichen Laboratoriums der Farbwerke Hoechst, Eduard von Gerichten (auch: Vongerichten), angeworben. S. wurde die Bearbeitung der Antipyrinchemie übertragen, und ihm gelang die Konstitutionsaufklärung der N-Phenylpyrazolone. S.ens entscheidende Erfolge aber waren die Entwicklung des Pyramidons (1897) und die erstmalige Synthese des Nebennierenhormons Adrenalin (1906). Insbesondere aufgrund seiner Verdienste um die Herstellung des äußerst wirksamen Medikaments Pyramidon, wodurch der Ausbau der Farbwerke zum Pharmaunternehmen bestärkt wurde, stieg S. in der Folgezeit zum Leiter des Hoechster Pharmalabors auf. Neben der Salvarsanchemie u. a. Forschungsgebieten widmete sich S. in seinen letzten Berufsjahren verstärkt der Erforschung des Ephedrins, mit dem er bis 1930 an seine Arbeiten zum Suprarenin anknüpfte.
Grabstätte auf dem Friedhof Höchst.
Grabstätte auf dem Friedhof Höchst.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 445, verfasst von: Christopher Henkel.
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Lexika:
Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 144.
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Kallmorgen, S. 425.
Literatur:
Dr. Friedrich Stolz 1965.
Quellen:
ISG, S2/5. 817.
GND: 117674311 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Henkel, Christopher: Stolz, Friedrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1356.
Stand des Artikels: 2.6.1995