Stege, Konrad (auch: Conrad) am (auch: vom). Münzmeister. Handelsmann.
▭ † um 1473.
1421 erstmals urkundlich erwähnt als Krämer und Ehemann der reichen Ffter Krämerin Oste. 1432 Bürger der Stadt Ffm. 1437 wurde S. zum kaiserlichen Münzmeister an der Ffter Guldenmünze ernannt. Daneben große Handels- und Wechselgeschäfte. 1446 Aufnahme in die Patriziergesellschaft Frauenstein. Beim Rat der Stadt Ffm. in Ungnade gefallen, übergab S. 1455 seinem Schwiegersohn Friedrich Nachtrabe sein gesamtes Ffter Vermögen und flüchtete sich an den Kaiserhof, um zu verhindern, dass er aus seinem Münzmeisteramt verdrängt würde. Daraufhin erhielt er einen Schutzbrief des Kaisers an die Stadt Ffm. und kehrte dorthin zurück. Wegen andauernder Beschwerden über die Minderwertigkeit der Ffter Gulden wurde noch im selben Jahr von den Inhabern der Ffter Guldenmünze, der Herzogin Elisabeth von Sachsen und ihren Brüdern Philipp d. Ä. und Philipp d. J. von Weinsberg, Georg Ruwener zum Münzwardein in Ffm. bestellt, unter dessen Aufsicht S. prägen sollte. Im weiteren Verlauf der Angelegenheit wurde S. 1456 vom Mainzer Bischof abgefangen und inhaftiert, und erst 1457 wurde er gegen ein beträchtliches Lösegeld wieder freigelassen. Inzwischen war sein Schwiegersohn Friedrich Nachtrabe zum Münzmeister bestellt.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 419, verfasst von: Birgit Weyel.
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Lexika:
Zülch, S. 81-85.
Literatur:
Joseph, Paul: Goldmünzen des XIV. und XV. Jahrhunderts (Disibodenberger Fund). Nebst urkundlichen Beiträgen zur rheinländischen Münzgeschichte, besonders Fft. s. In: AFGK NF 8 (1882), S. 1-232, hier S. 112-114.
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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Stege, Konrad am. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1307.
Stand des Artikels: 31.7.1995