Spyri, Johanna Louise, geb. Heusser. Schriftstellerin.
* 12.6.1827 Hirzel/Kanton Zürich, † 7.7.1901 Zürich.
Die Frau des Zürcher Stadtschreibers Bernhard S. (1821-1884) begann ihre schriftstellerische Arbeit erst im vorgerückten Alter. Größte internationale Verbreitung fand ihre zu Weihnachten 1879 (mit der Jahresangabe 1880) erschienene Jugenderzählung „Heidi’s Lehr- und Wanderjahre” (in etwa 50 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt). Breiten Raum nimmt in diesem Werk die Schilderung von Heidis Erlebnissen in der Großstadt Ffm. ein. Das ungezwungene Mädchen aus den Schweizer Bergen soll der gelähmten Ffter Bürgerstochter Clara Sesemann als Spielgefährtin den Alltag verschönern. Der Schauplatz Ffm. war von S. bewusst gewählt. Ffm. galt zu dieser Zeit als die deutsche Bürgerstadt, auch im Hinblick auf die durch den Schweizer Pestalozzi geprägte Kinder- und Jugenderziehung. Wenn S. sich auch gewisse Ffter Familien (u. a. Schönemann und Gontard) zum Vorbild nahm, fiel ihre Beschreibung des Ffter Bürgertums und der Ffter Lokalitäten doch eher exemplarisch als ortstypisch aus.
Johanna-S.-Weg auf dem Riedberg.
Johanna-S.-Weg auf dem Riedberg.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 412f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Brockhaus 1952-58, Bd. 11 (1957), S. 136.
Literatur:
Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 71.
Quellen:
ISG, S2/12. 984 (Heidi).
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Hock, Sabine: Heidi in Fft. Johanna Spyris Bestseller machte die Mainstadt in der Welt bekannt. In: PIA d. Stadt Ffm., Wochendienst, Nr. 45 vom 14. 11. 2006.
GND: 118616455 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Spyri, Johanna. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1291.
Stand des Artikels: 28.8.1995