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Spier, Samuel

Mitbegründer der deutschen Sozialdemokratie.

Spier, Samuel. Pädagoge. Politiker. * 4.4.1838 Alsfeld, † 9.11.1903 Ffm.
Verheiratet (seit 1872) mit der Schriftstellerin Anna S., geb. Kaufmann, seit 1910 in zweiter Ehe verh. Meyer (1852-1933). Drei Kinder.
Nach einem 1856 begonnenen Philosophiestudium in Gießen unterrichtete S. an verschiedenen Lehranstalten, seit 1862 am Brüssel’schen Institut in Segnitz am Main. In den 1860er Jahren nahm er seine politische Arbeit auf. S. gehörte zu den Mitbegründern der deutschen Sozialdemokratie. Auf dem Allgemeinen Deutschen sozial-demokratischen Arbeiterkongress in Eisenach 1869 setzte er sich mit Nachdruck für eine demokratische Parteistruktur ein. Von September 1870 bis Februar 1872 saß S. wegen angeblichen Hoch- und Landesverrats im Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung zog er sich aus der aktiven Politik zurück. 1882 ließ sich S. in Ffm. nieder, das er wegen des demokratischen Klimas schätzte. Hier engagierte er sich beim Aufbau der Ffter Genossenschaftsbewegung. Er war Vorsitzender des Konsumvereins und der Genossenschaftsbäckerei. Die letzten Lebensjahre verbrachte S. als Privatgelehrter.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 408, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Quellen: Hensel, Hans Michael: Samuel Spier, Sozialist. Wie Italo Svevo Deutschland entdeckte. In: FAZ, 29. 4. 1995.
Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.
| ISG, S2/16. 004.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 119475073 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Spier, Samuel. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1282.


Stand des Artikels: 28.8.1995

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