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Sinai, Willi

Sinai, Wilhelm, gen. Willi. Großgärtner. * 7.8.1894 Ffm., † 21.1.1982 Ffm.
Besuch des Kaiser-Friedrichs-Gymnasiums in Ffm. Lehre im väterlichen Gärtnereibetrieb „Friedrich Sinai”. Gesellenzeit in Hamburg-Wandsbek (1917) und Nancy. 1919 trat S. als Teilhaber in das väterliche Geschäft ein. Mit der Errichtung eines Zweigbetriebs in Bad Soden am Taunus (1924), dem Ankauf des Guts Hornau (1929) sowie dem Einsatz moderner Technik baute er die Firma zu einer der größten Gärtnereien Deutschlands aus. 1930, nach dem Tod des Vaters, übernahm er die alleinige Leitung des Betriebs. Schwerpunkt seines beruflichen Wirkens war die Blumenzucht; besonders bekannt unter den Züchtungen aus seinem Haus war der „Ffter Flieder”, den er in viele Länder lieferte, u. a. zur Hochzeit von Grace Kelly mit Fürst Rainier von Monaco (1956). Für seine Betriebsangehörigen sorgte S. u. a. durch die Einrichtung einer Pensionskasse und Lebensversicherung sowie den Bau von Betriebswohnungen.
Mitglied und Vorsitzender der Ffter Gärtnerschaft sowie des Zentralverbands des Deutschen Gemüse-, Obst- und Gartenbaus. Seit 1926 Mitglied des Vereins Deutscher Rosenfreunde.
Zahlreiche Preise und Ausstellungen im In- und Ausland, u. a. auf der Deutschen Gartenschau in Stuttgart 1950 und der Internationalen Blumenschau in San Remo 1962. 1969 Ehrenmitglied des Landesverbands Gartenbau Hessen.
Ölporträt (von Erich Dittmann, 1976) in Privatbesitz.
S.park am Dornbusch.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 391, verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Quellen: ISG, S2/3. 827.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).
| ISG, S3/1. 546 (Gärtnerei Friedrich Sinai).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).
| ISG, S3/19. 181 (Wohnanlage Sinai).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).
| ISG, S3/21. 382 (Sinaipark).
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).

GND: 1257254596 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Sinai, Willi. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1249.


Stand des Artikels: 14.2.1995

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