Steffan (auch: Stephan), Johann Heinrich. Kapellmeister. Komponist.
~ 6.11.1703 Ffm., † 4.5.1759 Ffm.
Sohn des Ffter Bürgers und „Musicus“ Johann Henrich (auch: Heinrich) Moritz S. († 1718).
1718 und 1721 Kapellknabe mit jeweils 24 Gulden Gehalt. Seit ca. 1728 als Violinist in der Ffter Kapelle. Heiratete 1733 Susanna Maria, Tochter des Ffter Bürgers und Benders Johann Will, und wohnte in der Trierischen Gasse. Seit ca. 1739 „Director Musices“ (mit einer Besoldung von 60 Gulden) in Sachsenhausen, wo er zahlreiche Kantatenjahrgänge komponierte. 1750 rief S. das „Collegium Musicum“ wieder ins Leben, welches im Haus Wolfseck (Ecke Paradeplatz/Große Eschersheimer Gasse) öffentlich konzertierte. Von 1758 bis zu seinem Tod 1759 Kapellmeister an der Katharinen- und in der Barfüßerkirche. In seiner Bewerbung für dieses Amt führte er aus, dass er seine „Jahrgänge jederzeit ordentlich und selbst componirt habe“ und sich „allezeit mit größter Sorgfalt dahin bestrebet habe, das Nüzliche mit dem Angenehmen, und das Sanffte der Harmonie mit dem Rührenden der Andacht, so viel [als] möglich, zu verbinden“.
Von seinen Kantaten ist keine einzige überliefert.
1718 und 1721 Kapellknabe mit jeweils 24 Gulden Gehalt. Seit ca. 1728 als Violinist in der Ffter Kapelle. Heiratete 1733 Susanna Maria, Tochter des Ffter Bürgers und Benders Johann Will, und wohnte in der Trierischen Gasse. Seit ca. 1739 „Director Musices“ (mit einer Besoldung von 60 Gulden) in Sachsenhausen, wo er zahlreiche Kantatenjahrgänge komponierte. 1750 rief S. das „Collegium Musicum“ wieder ins Leben, welches im Haus Wolfseck (Ecke Paradeplatz/Große Eschersheimer Gasse) öffentlich konzertierte. Von 1758 bis zu seinem Tod 1759 Kapellmeister an der Katharinen- und in der Barfüßerkirche. In seiner Bewerbung für dieses Amt führte er aus, dass er seine „Jahrgänge jederzeit ordentlich und selbst componirt habe“ und sich „allezeit mit größter Sorgfalt dahin bestrebet habe, das Nüzliche mit dem Angenehmen, und das Sanffte der Harmonie mit dem Rührenden der Andacht, so viel [als] möglich, zu verbinden“.
Von seinen Kantaten ist keine einzige überliefert.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Roman Fischer.
Literatur:
Fischer: Ffter Telemann-Dokumente 1999, S. 41 Anm. 119 u. ö.
|
Israel, Karl: Ffter Concert-Chronik von 1713-1780. Neujahrsbl. d. Vereins für Geschichte 1876, S. 36, 41.
|
Cahn, Peter: Kirchenmusik an St. Katharinen. In: Proescholdt (Hg.): St. Katharinen 1981, S. 287.
|
Schlichte: Themat. Katalog d. kirchl. Musikhandschriften d. 17. u. 18. Jh. s in der UB Ffm. 1979, S. 383.
|
Süss: Kirchl. Musikhandschriften 1926, S. 211.
Quellen:
ISG, Allg. Almosenkasten: Bücher 274 (Rubrikenrechnungen, 1716-23), Bl. 110.
|
ISG, Bürgerbücher 13 (Altsign.: 12; 1723-35), Bl. 293 (23. 10. 1733).
|
Bürgerbucheintrag des Vaters Johann Heinrich Moritz Stephan, 1694: ISG, Bürgerbücher 12 (Altsign.: 11; 1690-1723), Bl. 52v.
|
ISG, Handwerker: Akten 2. 228.
|
ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 1728-35, S. 531, Eintrag vom 17. 11. 1733.
|
ISG, Ratssuppl. 1694, Bl. 75f. (Gesuch des Vaters Johann Heinrich Moritz Stephan um Bürgerrecht, 1694).
|
ISG, Ratssuppl. 1758, Bd. II, Bl. 296-299.
|
ISG, Ratssuppl. 1762, Bd. II, Bl. 80-83.
|
Rats- u. Stadtkal. 1759.
GND: 1203655940 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Fischer, Roman: Steffan, Johann Heinrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/11152.
Stand des Artikels: 27.6.2019
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 07.2019
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Juli 2019.