Goethepreisträger 1973.
Schmidt, Arno Otto. Schriftsteller und Übersetzer.
* 18.1.1914 Hamburg, † 3.6.1979 Celle.
1973 Goethepreis der Stadt Ffm., den bei der Verleihung in der Paulskirche stellvertretend für den seit 1958 zurückgezogen in dem Heidedorf Bargfeld lebenden, am Herzen erkrankten Sch. dessen Ehefrau Alice, geb. Murawski (1916-1983), entgegennahm. Die von ihr verlesene Dankesrede ihres Mannes empörte die Öffentlichkeit mit Äußerungen wie: „Unser ganzes Volk, an der Spitze natürlich die Jugend, ist mitnichten überarbeitet, vielmehr typisch unterarbeitet: ich kann das Geschwafel von der ‚40-Stunden-Woche’ einfach nicht mehr hören: meine Woche hat immer 100 Stunden gehabt.” In der Rede hatte Sch. außerdem Goethe mit Schiller verwechselt; seine Kritiker lästerten daraufhin, Sch.s Zettelkasten (vgl. „Zettels Traum”, Roman, 1970) habe wohl versagt, während seine Anhänger darin einen genialen Scherz gegenüber den Ffter Preisverleihern sahen.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 304, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Harenberg Personenlex. 20. Jh. 1994, S. 824.
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Wilpert: Dt. Dichterlex., S. 710f.
Literatur:
Hanuschek: Arno Schmidt 2022.
Quellen:
ISG, S2/8. 056.
GND: 118608703 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schmidt, Arno. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1086.
Stand des Artikels: 19.6.1995