Bürgermeister der Stadt Ffm. von 1932 bis 1933 und von 1945 bis 1946.
Schlosser, Johann Wilhelm Christian Louis Karl. Dr. med. Arzt. Kommunalpolitiker.
* 24.4.1876 Wiesbaden, † 3.12.1952 (Friedrichsdorf-)Köppern.
Studium der Medizin in München und Berlin, abgeschlossen mit Promotion und Approbation in München (1901). Seit 1901 praktischer Arzt in Ffm.
Seit 1915 zunächst ehrenamtlicher, dann (1920-32) besoldeter Stadtrat (SPD). Als erster ärztlicher Gesundheitsdezernent in Ffm. (seit 1920) reorganisierte Sch. die gesamte Verwaltung des städtischen Gesundheitswesens, ordnete den Betrieb des Städtischen Krankenhauses Sachsenhausen neu und bemühte sich um einen Interessenausgleich zwischen den städtischen und den privaten Krankenanstalten. 1932 wurde er zum Bürgermeister gewählt und übernahm zusätzlich zum Gesundheitsamt die Leitung des Fürsorgeamts. Auch für das Sport- und das Stiftungswesen war er zuständig. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Sch. am 13.3.1933 vom Dienst suspendiert und am 8.8.1933 entlassen. Seitdem lebte er in München und am Tegernsee. Nach Kriegsende wurde Sch. am 27.5.1945 wieder zum hauptamtlichen Stadtrat für das Gesundheitswesen in Ffm. ernannt und am 12.9.1945 vom Oberbürgermeister in diesem Amt bestätigt. Seit 1.11.1945 war er erneut (Zweiter) Bürgermeister in Ffm., bis er zum 31.5.1946 aus Altersgründen aus dem Amt schied.
Seit 1915 zunächst ehrenamtlicher, dann (1920-32) besoldeter Stadtrat (SPD). Als erster ärztlicher Gesundheitsdezernent in Ffm. (seit 1920) reorganisierte Sch. die gesamte Verwaltung des städtischen Gesundheitswesens, ordnete den Betrieb des Städtischen Krankenhauses Sachsenhausen neu und bemühte sich um einen Interessenausgleich zwischen den städtischen und den privaten Krankenanstalten. 1932 wurde er zum Bürgermeister gewählt und übernahm zusätzlich zum Gesundheitsamt die Leitung des Fürsorgeamts. Auch für das Sport- und das Stiftungswesen war er zuständig. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Sch. am 13.3.1933 vom Dienst suspendiert und am 8.8.1933 entlassen. Seitdem lebte er in München und am Tegernsee. Nach Kriegsende wurde Sch. am 27.5.1945 wieder zum hauptamtlichen Stadtrat für das Gesundheitswesen in Ffm. ernannt und am 12.9.1945 vom Oberbürgermeister in diesem Amt bestätigt. Seit 1.11.1945 war er erneut (Zweiter) Bürgermeister in Ffm., bis er zum 31.5.1946 aus Altersgründen aus dem Amt schied.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 299, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Lexika:
Bermejo: Ffter Stadtverordnete u. Magistratsmitglieder als Verfolgte d. NS-Staates 2006, S. 320-324.
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Kallmorgen, S. 401.
Literatur:
Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 548.
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Emrich: Bildnisse Ffter Demokraten 1956, S. 27-29 (m. Abb. auf S. 79).
Quellen:
ISG, S2/887.
GND: 1237429498 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schlosser, Karl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1080.
Stand des Artikels: 22.5.1995