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Scheinpflug, Gustav

Scheinpflug, Gustav. Prof. Architekt. Bildhauer. Industriedesigner. Maler. * 27.9.1894 Ffm., † 16.4.1984 Ffm.
Besuch der Bethmann-Mittelschule, abgeschlossen mit der Mittleren Reife (1909). Dreijährige praktische und technische Ausbildung als Möbelschreiner und -zeichner sowie Modellbauer zur Vorbereitung auf den Architektenberuf. Von 1912 bis 1914 Studium bei Luthmer an der Kunstgewerbeschule. Kriegsdienst. Von 1916 bis 1918 Assistent von Luthmer an der Kunstgewerbeschule. Seit 1919 Assistent von Varnesi an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Seit 1934 Professor, zunächst an der Technischen Hochschule in Darmstadt, seit 1938 an der Staatsschule für Kunst und Handwerk in Mainz. Bei deren Vereinigung mit der Werkkunstschule Offenbach wechselte Sch. dorthin, wo er künftig als Lehrer für darstellende Geometrie, Innenarchitektur und farbige Raumgestaltung (bis zu seiner Pensionierung 1959) tätig war. Als Architekt wirkte Sch. insbesondere am Wiederaufbau der Stadt Ffm. mit. Er lieferte preisgekrönte Entwürfe für die Wiederherstellung von Römerberg und Paulskirche, gestaltete Töngesgasse und Liebfrauenberg neu, und vor allem baute er das Dominikanerkloster mit der Heiliggeistkirche wieder auf (1955-60).
Vorstandsmitglied des Bunds Deutscher Architekten BDA. Mitbegründer und Ehrenmitglied des Architekten- und Ingenieurverbands.
Weitere Bauten von Sch. in Ffm. und Umgebung: Versöhnungskirche in Griesheim, Geschäftshaus „Betten-Amendt” am Holzgraben (mit Georg Menke) und Evangelisches Kirchenzentrum in Gravenbruch (mit seinem Schüler Alexander Weber). Bildhauerische und dekorative Arbeiten: Wappen neuer Ffter Stadtteile im Römerhöfchen, Sgraffito in der Marienkirche in Seckbach, schmiedeeiserner Ffter Adler (Entwurf) am Hauptportal der Ffter Bank (jetzt BHF-Bank) in der Bockenheimer Landstraße, Seifensieder-Abbildung (Entwurf) am Tor des Hauses Mouson, Kupferplastik am Parksanatorium (Erholungsheim der Deutschen Bundesbahn) in Bad Homburg u. a.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 270, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Denkmaltop., S. 54.
Schomann, Heinz/Rödel, Volker/Kaiser, Heike: Denkmaltopographie Stadt Ffm. Hg. v. Denkmalamt der Stadt Ffm. in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Hessen. Überarb. 2. Aufl. Ffm. 1994. (Materialien zum Denkmalschutz in Ffm., 1. Baudenkmäler; / Teil der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen).
Literatur: Berkemann: Nachkriegskirchen in Ffm. 2013, S. 227.
Berkemann, Karin: Nachkriegskirchen in Ffm. (1945-76). Hg. v. Landesamt für Denkmalpflege in Hessen. Stuttgart 2013. (Beiträge zum Denkmalschutz in Ffm. 19 / Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen).
Quellen: ISG, S2/3. 113.
ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).

GND: 1235806928 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).

© 2026 Frankfurter Bürgerstiftung und bei den Autorinnen und Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Scheinpflug, Gustav. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1032.


Stand des Artikels: 17.3.1995

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Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

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Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
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