Mitbegründer der Firma „Schade & Füllgrabe“.
Schade, Heinrich Conrad (auch: Konrad). Schreiner. Kaufmann. Sozialdemokrat.
* 11.9.1852 (Rotenburg an der Fulda-)Dankerode, † 25.11.1886.
Sohn eines Bauern.
Am 18.9.1878 eröffneten Sch. und sein Schwager Oscar Füllgrabe, beide eigentlich gelernte Schreiner, ein Kolonialwarengeschäft An der Markthalle 4 in der Ffter Altstadt. Sie begründeten dadurch die Firma „Schade & Füllgrabe”, die sie, einer damals vollkommen neuartigen Idee folgend, zu einem Lebensmittel-Filialbetrieb ausbauen wollten. Erste Schritte zur Verwirklichung dieses Plans waren die Eröffnung eines zweiten Ladengeschäfts in der Keplerstraße 20 (1880) und die Umwandlung der Firma in eine Offene Handelsgesellschaft (1881).
Erst nach Sch.s frühem Tod setzte der eigentliche Aufstieg des Unternehmens ein, an dem auch der Kompagnon Füllgrabe keinen Anteil mehr hatte, da er die Firma bereits am 25.2.1887 verkaufen musste. Trotz wechselnder Besitzverhältnisse (seit 1887 Familie Halberstadt, nach der „Arisierung” 1936 Werhahn-Gruppe, dann seit 1987 Co op AG) bestand das Unternehmen unter den Namen seiner Gründer fort, bis es infolge der Co op-Affäre schließlich 1992 im Tengelmann-Konzern aufging. Seitdem sind die – inzwischen längst (seit 1952) auf Selbstbedienung umgestellten – „Sch.-Märkte” aus dem Stadtbild verschwunden.
Am 18.9.1878 eröffneten Sch. und sein Schwager Oscar Füllgrabe, beide eigentlich gelernte Schreiner, ein Kolonialwarengeschäft An der Markthalle 4 in der Ffter Altstadt. Sie begründeten dadurch die Firma „Schade & Füllgrabe”, die sie, einer damals vollkommen neuartigen Idee folgend, zu einem Lebensmittel-Filialbetrieb ausbauen wollten. Erste Schritte zur Verwirklichung dieses Plans waren die Eröffnung eines zweiten Ladengeschäfts in der Keplerstraße 20 (1880) und die Umwandlung der Firma in eine Offene Handelsgesellschaft (1881).
Erst nach Sch.s frühem Tod setzte der eigentliche Aufstieg des Unternehmens ein, an dem auch der Kompagnon Füllgrabe keinen Anteil mehr hatte, da er die Firma bereits am 25.2.1887 verkaufen musste. Trotz wechselnder Besitzverhältnisse (seit 1887 Familie Halberstadt, nach der „Arisierung” 1936 Werhahn-Gruppe, dann seit 1987 Co op AG) bestand das Unternehmen unter den Namen seiner Gründer fort, bis es infolge der Co op-Affäre schließlich 1992 im Tengelmann-Konzern aufging. Seitdem sind die – inzwischen längst (seit 1952) auf Selbstbedienung umgestellten – „Sch.-Märkte” aus dem Stadtbild verschwunden.
Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 248, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Literatur:
Eichler: Arbeiterbewegung 1983, S. 156, 416f.
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Firmenchronik: Sauer: 100 Jahre Schade u. Füllgrabe 1978.
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Schade & Füllgrabe [um 1930].
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Schade-Chronik in: Schade-Heimatatlas 1978, [S. 60-64].
Quellen:
Adr. 1887, Nachtr., S. 49.
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ISG, S2/5. 668 (Oskar Füllgrabe).
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ISG, S2/9. 796.
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ISG, S3/11. 420 (Co op AG).
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ISG, S3/12. 916 (Fa. Schade & Füllgrabe).
GND: 1229389342 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schade, Conrad. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1001.
Stand des Artikels: 14.12.1994