Das Amar-Quartett mit Licco Amar, Walter Caspar, Erich Kraack und Maurits Frank (v. li. n. re.)
Fotografie auf dem Titel eines Werbeflyers (1932).
Bildquelle: privat. Nähere Informationen auf Anfrage bei der Redaktion.
© unbekannt. Der/die Fotograf/-in ist nicht zu ermitteln.
Licco Amar
Fotografie (Ende der 1950er Jahre).
© privat. Nähere Informationen auf Anfrage bei der Redaktion.
Amar, Licco (auch: Liko) David. Prof. Violinist. Musikpädagoge.
* 4.12.1891 Budapest, † 19.7.1959 Freiburg/Breisgau.
Sohn des aus Mazedonien stammenden Kaufmanns Michael A. (1862-1919) und dessen Ehefrau Regina, geb. Strakosch (1871-1947). Geschwister: Rezsö A. u. a. Verheiratet (von 1925 bis zur Scheidung 1953) mit Emma Maria Viktoria, gen. Emmy, A., geb. Matterstock, gesch. Scheid (1891-1984).
Besuch des Evangelischen Gymnasiums in Budapest, abgeschlossen mit dem Abitur 1909. Studium von 1909 bis 1911 an der Königlich Ungarischen Musikakademie in Budapest bei Emil Baré (eigentl.: Barach; 1870-1943), ab 1911 an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin bei Henri Marteau (1874-1934). 1912 erhielt A. das Mendelssohn-Stipendium. Seit 1912 zweiter Geiger im Marteau-Quartett. Von 1916 bis 1920 Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Von 1920 bis 1923 Konzertmeister am Nationaltheater in Mannheim. Danach Konzertreisen im In- und Ausland, sowohl als Solist als auch mit dem Amar-Quartett. Ab 1929 Konzertmeister und Solist beim „Ffter Rundfunk-Symphonie-Orchester“ des Südwestdeutschen Rundfunks in Ffm. Bereits seit 1923 wohnte A. auch in Ffm., länger in der Rossertstraße 7 nahe dem Palmengarten (von 1928 lt. Meldekarte bis 1932 lt. Adr.), zuletzt im Gärtnerweg 5 im südlichen Westend (lt. Adr. 1933). Eine Berufung zum Professor am Leningrader Konservatorium 1931 lehnte er ab.
Bekannt wurde A. durch das nach ihm benannte Streichquartett, das er zusammen mit Paul Hindemith 1921 gegründet hatte und das bis zum Beginn der NS-Zeit bestand. Mitglieder des Quartetts waren: A. (erste Geige); Walter Caspar (zweite Geige); Paul Hindemith, ab 1929 Erich Kraack (Viola); Rudolf Hindemith, später Maurits Frank (Violoncello). Ursprünglich war das Ensemble zusammengekommen, um das 3. Streichquartett op. 16 von Paul Hindemith im Rahmen des ersten Donaueschinger Kammermusikfests („Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“) 1921 uraufzuführen. Das Ensemble, das sich später „Amar-Quartett“ nannte, gründete sich offiziell beim Donaueschinger Kammermusikfest des folgenden Jahres und setzte sich zum Ziel, die neue Musik zu fördern und zu verbreiten. Es gehörte ab 1922 zu den bedeutendsten Interpreten avantgardistischer Kammermusik und war weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinem Repertoire gehörten Werke von Karol Szymanowski, Igor Strawinsky, Ernst Krenek, Darius Milhaud, Arthur Honegger und Béla Bartók. Das Amar-Quartett unternahm Konzertreisen im In- und Ausland, regelmäßig zum Donaueschinger Kammermusikfest, nach England, Frankreich, Holland, Dänemark, Belgien, Italien, Österreich, Lettland und Jugoslawien, in die Tschechoslowakei, die Schweiz und die Sowjetunion.
Mit Beginn der NS-Zeit endete A.s Karriere als Musiker in Deutschland. Zum 31.7.1933 wurde er vom Südwestdeutschen Rundfunk aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen. Die 1927 erworbene deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1934 wieder entzogen. Seinen Antrag auf weitere Berufsausübung als Musiker lehnte die Reichskulturkammer 1935 endgültig ab, da er „nicht die erforderliche Eignung im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung“ besitze. Vorübergehend hielt sich A. in Paris auf, wo er eine Denkschrift zur Neuordnung der Musikerziehung in der Türkei verfasste. Sie gilt als erstes ausländisches Expertengutachten zu dieser Frage.
Ende 1934 entschloss sich A., in die Türkei zu emigrieren. Zunächst war er ab 1935 als Solist und Lehrer am Konservatorium in Istanbul tätig. Mit Hindemith stand er in ständigem Austausch. „Hier gibt es eine Welt aufzubauen, eine einzigartige Gelegenheit“, schrieb er am 28.1.1935, brachte aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass er seine Fähigkeiten in der Türkei nicht ausreichend entfalten könne. 1938 wurde A. an das Staatskonservatorium von Ankara berufen. Er leitete dort die Violin- und die Kammermusikklasse, war Konzertmeister des Sinfonieorchesters und bildete Musiklehrerinnen und -lehrer am Institut für Schulmusik der Gazi-Universität im Fach Violine aus. Viele seiner Geigenschülerinnen und -schüler, wie z. B. Ayla Erduran (* 1934), Suna Kan (* 1936) und Oktay Dalaysel (1938-2020), machten später Karriere. Mit seiner Arbeit verschaffte sich A. großes Ansehen. Maßgeblich war er an der konzeptionellen Entwicklung und dem Aufbau des modernen Musikwesens in der Türkei beteiligt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb A. zunächst in der Türkei, bemühte sich aber ab 1947 um Rückkehr nach Deutschland bzw. Weiterwanderung in die USA. 1950 kam er erstmals wieder nach Deutschland und hatte ursprünglich vor, sich in Ffm. niederzulassen. Parallel zu seinen Bemühungen, eine Stellung in Deutschland zu finden, stellte A. 1950 einen Antrag auf „Wiedergutmachung“, dessen Bearbeitung sich allerdings über viele Jahre hinzog. Von Ankara aus baute A. kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei auf, lud deutsche Gastprofessoren, Lehrer, Dirigenten und Instrumentenbauer nach Ankara ein und ermöglichte türkischen Studierenden, so seinem Schüler Oktay Dalaysel, ein Studium in Deutschland.
Im September 1957 bekam A. einen Ruf an die Staatliche Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau, dem er folgte. Auch die ihm 1934 entzogene deutsche Staatsbürgerschaft erhielt er 1957 zurück. Zusammen mit dem Pianisten Jürgen Klodt (1926-2017) nahm A. seine Konzerttätigkeit wieder auf und präsentierte beispielsweise bei einem Kammermusik-Abend der Freiburger Musikhochschule Werke von Honegger, Ravel und Prokofieff (16.5.1958). Unstimmigkeiten gab es in der Frage, ob A. berechtigt sei, die Amtsbezeichnung „Professor“ zu führen. Mehrfach setzte sich die Musikhochschule beim Kultusministerium dafür ein. A. starb am 19.7.1959, wenige Tage vor Eingang der Urkunde, wonach ihm der Professorentitel für die Zeit seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule verliehen wurde. In einem Nachruf würdigte die Badische Zeitung am 20.7.1959 den Geiger als bedeutenden Vorkämpfer moderner Kammermusik.
A.s Geigenspiel ist auf zahlreichen Schallplatten und in Mitschnitten des Rundfunks dokumentiert. Es sind Tonaufnahmen von Auftritten A.s als Solist, als Kammermusiker (vor allem mit dem Amar-Quartett) und im Orchester (mit dem Ffter Rundfunk-Symphonie-Orchester) überliefert, u. a. in der Deutschen Nationalbibliothek und im Deutschen Rundfunkarchiv. Die Aufnahmen umfassen u. a. Werke von Bartók, Hindemith, Ernst Krenek, Schönberg und Strawinsky wie auch von Bach, Beethoven, Dvořák, Mozart und Reger; sie stehen somit für das breite Repertoire, über das A. verfügte.
Verfasser von Artikeln in Fachzeitschriften, u. a. „Neue Wege des Musikunterrichts“ (in: Das Neue Fft., 1928), „Gedanken über Erziehung zur Musik“ (in: Melos, 1928), „Kritik der Kritik“ (in: Melos, 1929), „Zur Frage der Gebrauchsmusik“ (in: Die Musik, 1929), „Ende des Konzertlebens?“ (in: Musik und Gesellschaft, 1930), „Neues Musikleben in der Türkei“ (in: Melos, 1950), „Neue Wege der Musikpädagogik“ (in: Musik im Unterricht, 1955) und „Freundschaft mit Paul Hindemith“ (in: Melos, 1955). Musikwissenschaftliche Arbeiten, die A. insbesondere in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Türkei verfasste, gelten als verschollen.
1957 Großes Bundesverdienstkreuz.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Hindemith 1995 wurde vom Hindemith-Institut ein 1987 gegründetes Quartett aus Zürich nach A. benannt. Neben den Werken Hindemiths fördert das neue Amar-Quartett – wie das ursprüngliche in den 1920er Jahren – die zeitgenössische Musik.
Zum 50. Todestag 2009 Gedenkkonzert des Hessischen Rundfunks im Rahmen der „Gallus-Konzerte“ in Flörsheim/Main, bei dem das Amar-Quartett Werke von Hindemith, Haydn und Mendelssohn präsentierte.
Besuch des Evangelischen Gymnasiums in Budapest, abgeschlossen mit dem Abitur 1909. Studium von 1909 bis 1911 an der Königlich Ungarischen Musikakademie in Budapest bei Emil Baré (eigentl.: Barach; 1870-1943), ab 1911 an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin bei Henri Marteau (1874-1934). 1912 erhielt A. das Mendelssohn-Stipendium. Seit 1912 zweiter Geiger im Marteau-Quartett. Von 1916 bis 1920 Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Von 1920 bis 1923 Konzertmeister am Nationaltheater in Mannheim. Danach Konzertreisen im In- und Ausland, sowohl als Solist als auch mit dem Amar-Quartett. Ab 1929 Konzertmeister und Solist beim „Ffter Rundfunk-Symphonie-Orchester“ des Südwestdeutschen Rundfunks in Ffm. Bereits seit 1923 wohnte A. auch in Ffm., länger in der Rossertstraße 7 nahe dem Palmengarten (von 1928 lt. Meldekarte bis 1932 lt. Adr.), zuletzt im Gärtnerweg 5 im südlichen Westend (lt. Adr. 1933). Eine Berufung zum Professor am Leningrader Konservatorium 1931 lehnte er ab.
Bekannt wurde A. durch das nach ihm benannte Streichquartett, das er zusammen mit Paul Hindemith 1921 gegründet hatte und das bis zum Beginn der NS-Zeit bestand. Mitglieder des Quartetts waren: A. (erste Geige); Walter Caspar (zweite Geige); Paul Hindemith, ab 1929 Erich Kraack (Viola); Rudolf Hindemith, später Maurits Frank (Violoncello). Ursprünglich war das Ensemble zusammengekommen, um das 3. Streichquartett op. 16 von Paul Hindemith im Rahmen des ersten Donaueschinger Kammermusikfests („Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“) 1921 uraufzuführen. Das Ensemble, das sich später „Amar-Quartett“ nannte, gründete sich offiziell beim Donaueschinger Kammermusikfest des folgenden Jahres und setzte sich zum Ziel, die neue Musik zu fördern und zu verbreiten. Es gehörte ab 1922 zu den bedeutendsten Interpreten avantgardistischer Kammermusik und war weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinem Repertoire gehörten Werke von Karol Szymanowski, Igor Strawinsky, Ernst Krenek, Darius Milhaud, Arthur Honegger und Béla Bartók. Das Amar-Quartett unternahm Konzertreisen im In- und Ausland, regelmäßig zum Donaueschinger Kammermusikfest, nach England, Frankreich, Holland, Dänemark, Belgien, Italien, Österreich, Lettland und Jugoslawien, in die Tschechoslowakei, die Schweiz und die Sowjetunion.
Mit Beginn der NS-Zeit endete A.s Karriere als Musiker in Deutschland. Zum 31.7.1933 wurde er vom Südwestdeutschen Rundfunk aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen. Die 1927 erworbene deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1934 wieder entzogen. Seinen Antrag auf weitere Berufsausübung als Musiker lehnte die Reichskulturkammer 1935 endgültig ab, da er „nicht die erforderliche Eignung im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung“ besitze. Vorübergehend hielt sich A. in Paris auf, wo er eine Denkschrift zur Neuordnung der Musikerziehung in der Türkei verfasste. Sie gilt als erstes ausländisches Expertengutachten zu dieser Frage.
Ende 1934 entschloss sich A., in die Türkei zu emigrieren. Zunächst war er ab 1935 als Solist und Lehrer am Konservatorium in Istanbul tätig. Mit Hindemith stand er in ständigem Austausch. „Hier gibt es eine Welt aufzubauen, eine einzigartige Gelegenheit“, schrieb er am 28.1.1935, brachte aber gleichzeitig zum Ausdruck, dass er seine Fähigkeiten in der Türkei nicht ausreichend entfalten könne. 1938 wurde A. an das Staatskonservatorium von Ankara berufen. Er leitete dort die Violin- und die Kammermusikklasse, war Konzertmeister des Sinfonieorchesters und bildete Musiklehrerinnen und -lehrer am Institut für Schulmusik der Gazi-Universität im Fach Violine aus. Viele seiner Geigenschülerinnen und -schüler, wie z. B. Ayla Erduran (* 1934), Suna Kan (* 1936) und Oktay Dalaysel (1938-2020), machten später Karriere. Mit seiner Arbeit verschaffte sich A. großes Ansehen. Maßgeblich war er an der konzeptionellen Entwicklung und dem Aufbau des modernen Musikwesens in der Türkei beteiligt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs blieb A. zunächst in der Türkei, bemühte sich aber ab 1947 um Rückkehr nach Deutschland bzw. Weiterwanderung in die USA. 1950 kam er erstmals wieder nach Deutschland und hatte ursprünglich vor, sich in Ffm. niederzulassen. Parallel zu seinen Bemühungen, eine Stellung in Deutschland zu finden, stellte A. 1950 einen Antrag auf „Wiedergutmachung“, dessen Bearbeitung sich allerdings über viele Jahre hinzog. Von Ankara aus baute A. kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei auf, lud deutsche Gastprofessoren, Lehrer, Dirigenten und Instrumentenbauer nach Ankara ein und ermöglichte türkischen Studierenden, so seinem Schüler Oktay Dalaysel, ein Studium in Deutschland.
Im September 1957 bekam A. einen Ruf an die Staatliche Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau, dem er folgte. Auch die ihm 1934 entzogene deutsche Staatsbürgerschaft erhielt er 1957 zurück. Zusammen mit dem Pianisten Jürgen Klodt (1926-2017) nahm A. seine Konzerttätigkeit wieder auf und präsentierte beispielsweise bei einem Kammermusik-Abend der Freiburger Musikhochschule Werke von Honegger, Ravel und Prokofieff (16.5.1958). Unstimmigkeiten gab es in der Frage, ob A. berechtigt sei, die Amtsbezeichnung „Professor“ zu führen. Mehrfach setzte sich die Musikhochschule beim Kultusministerium dafür ein. A. starb am 19.7.1959, wenige Tage vor Eingang der Urkunde, wonach ihm der Professorentitel für die Zeit seiner Lehrtätigkeit an der Hochschule verliehen wurde. In einem Nachruf würdigte die Badische Zeitung am 20.7.1959 den Geiger als bedeutenden Vorkämpfer moderner Kammermusik.
A.s Geigenspiel ist auf zahlreichen Schallplatten und in Mitschnitten des Rundfunks dokumentiert. Es sind Tonaufnahmen von Auftritten A.s als Solist, als Kammermusiker (vor allem mit dem Amar-Quartett) und im Orchester (mit dem Ffter Rundfunk-Symphonie-Orchester) überliefert, u. a. in der Deutschen Nationalbibliothek und im Deutschen Rundfunkarchiv. Die Aufnahmen umfassen u. a. Werke von Bartók, Hindemith, Ernst Krenek, Schönberg und Strawinsky wie auch von Bach, Beethoven, Dvořák, Mozart und Reger; sie stehen somit für das breite Repertoire, über das A. verfügte.
Verfasser von Artikeln in Fachzeitschriften, u. a. „Neue Wege des Musikunterrichts“ (in: Das Neue Fft., 1928), „Gedanken über Erziehung zur Musik“ (in: Melos, 1928), „Kritik der Kritik“ (in: Melos, 1929), „Zur Frage der Gebrauchsmusik“ (in: Die Musik, 1929), „Ende des Konzertlebens?“ (in: Musik und Gesellschaft, 1930), „Neues Musikleben in der Türkei“ (in: Melos, 1950), „Neue Wege der Musikpädagogik“ (in: Musik im Unterricht, 1955) und „Freundschaft mit Paul Hindemith“ (in: Melos, 1955). Musikwissenschaftliche Arbeiten, die A. insbesondere in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Türkei verfasste, gelten als verschollen.
1957 Großes Bundesverdienstkreuz.
Anlässlich des 100. Geburtstags von Paul Hindemith 1995 wurde vom Hindemith-Institut ein 1987 gegründetes Quartett aus Zürich nach A. benannt. Neben den Werken Hindemiths fördert das neue Amar-Quartett – wie das ursprüngliche in den 1920er Jahren – die zeitgenössische Musik.
Zum 50. Todestag 2009 Gedenkkonzert des Hessischen Rundfunks im Rahmen der „Gallus-Konzerte“ in Flörsheim/Main, bei dem das Amar-Quartett Werke von Hindemith, Haydn und Mendelssohn präsentierte.
Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Angelika Rieber.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 23, verfasst von: Sabine Hock.
Lexika:
Bibliogr. z. Gesch. d. Ffter Juden, S. 370.
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Brockhaus Riemann: Musik 1 (2001), S. 35.
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Emigrantenlex. II. 1, S. 24.
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Encyclopaedia Judaica, 2. Aufl. 2007, Bd. 2, S. 31.
|
Martini, Bd. 1, S. 198, 255.
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Giselher Schubert in: MGG, 2. Aufl., Personenteil 1 (1999), Sp. 570f.
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Riemann: Musik, Personenteil A-K (1959), S. 29; Ergänzungsbd., Personenteil A-K (1972), S. 19.
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Tetzlaff: Juden d. 20. Jh. s 1982, S. 7.
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Walk, S. 8.
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Wininger 7 (1936), S. 512.
Literatur:
Altar, Cevat Memduh: Meine Begegnung mit Paul Hindemith. In: Hindemith-Jb. 15 (1986), S. 7-38.
|
Cahn, Peter: Ein unbekanntes musikpädagogisches Dokument von 1927: Hindemiths Konzeption einer Musikhochschule. In: Hindemith-Jb. 6 (1977), S. 148-172.
|
Kube, Michael: Am Quartettpult. Paul Hindemith im Rebner- und Amar-Quartett. Dokumentation. Drei Teile. In: Hindemith-Jb. 20 (1991), S. 203-230; 21 (1992), S. 163-251; 22 (1993), S. 200-237.
|
Rieber, Angelika: „Hier gibt es eine Welt aufzubauen“. Biographisches zu dem Geiger Licco (Liko) Amar (1891-1959). In: Hindemith-Jb. 38 (2009), S. 120-148.
|
Winkler, Heinz-Jürgen: Liebster Likör. Der Briefwechsel zwischen Licco Amar und den Hindemiths. In: Hindemith-Jb. 38 (2009), S. 85-119.
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Kaznelson (Hg.): Juden im Dt. Kulturbereich 1959, S. 173f.
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Neumark: Zuflucht am Bosporus 1980, S. 122, 193, 227, 263.
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Reisman: Post-Ottoman Turkey 2009.
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Widmann: Exil u. Bildungshilfe 1973, S. 225.
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Zimmermann-Kalyoncu: Dt. Musiker in der Türkei im 20. Jh. 1985, S. 142-145, 544-559.
Quellen:
Adr. 1929, T. I, S. 8; 1932, T. I, S. 10; 1933, T. I, S. 10.
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Archiv der Universität der Künste Berlin, Akademische Hochschule für Musik, Best. 1 Nr. 5197 (Schülerliste).
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Archiv der Universität der Künste Berlin, Akademische Hochschule für Musik, Best. 1 Nr. 516 (Unterrichtsdispens).
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Hindemith Institut Fft., u. a. Briefe von Licco Amar an Paul und Gertrud Hindemith, Konzertprogramme des Amar-Quartetts.
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HLA, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Entschädigungsakten, Best. 518 Nr. 57277.
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HLA, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 650 A Nr. 10879.
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Eintrag der Heirat mit Emma Maria Viktoria Scheid, geb. Matterstock, 9. 3. 1925: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch, Best. STA 11/725: Standesamt Ffm. I, Heiratsurkunde 1925/I/134 (Bd. 1, Bl. 136).
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ISG, Nullkartei.
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LABW, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Kultusministerium: Personalakten, Sign. EA 3/150 Bü 3111.
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Sammlung Oktay Dalaysel, Ankara.
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Sammlung Familie Grabert.
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Sammlung Angelika Rieber, Oberursel.
Internet:
Hess. Biografie, 4.5.2023.
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Hindemith, 4.5.2023.
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Jüd. Leben in Ffm., 3.5.2023.
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Lex. verfolgter Musiker u. Musikerinnen d. NS-Zeit, 3.5.2023.
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Wikipedia, 4.5.2023.
GND: 116296976 ( Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek ).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine/Rieber, Angelika: Amar, Licco. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/393.
Stand des Artikels: 6.5.2023
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 05.2023
Monatslieferung: Neuerscheinungen vom 10. Mai 2023.