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Neuerscheinungen vom 10. September 2023

By Andreas Bombel , 15 April 2025

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

können Sie sich noch an das 50-Pfennig-Stück erinnern? Die kleine, silberfarbene Münze, die über 50 Jahre lang – bis zur Einführung des Euro am 1. Januar 2002 – im Umlauf war, war wegen ihres Motivs der „Baumpflanzerin“ sehr beliebt. Lange wurde die knieende Frau mit dem Eichensetzling in den Händen für eine idealtypische Darstellung gehalten, zumal sie nahezu perfekt als Symbol für den Neuanfang in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erschien. Und so war es 1987 eine echte Überraschung, als der Fernsehmoderator Frank Elstner in der Sendung „Menschen“ im ZDF das leibhaftige Vorbild vorstellte: Die Kunsterzieherin Gerda Jo Werner aus Oberursel war ihrem Mann einst Modell für die „Baumpflanzerin“ gewesen. Mit dem Fernsehauftritt begann für sie eine späte Medienkarriere als „die Frau vom 50-Pfennig-Stück“. Doch wer war der Mann hinter ihr?
Der aktuelle Artikel des Monats, der über Leben und Werk des Bildhauers und Münzgestalters Richard Martin Werner berichtet, erweist sich als eine typische Künstlerbiographie mit Brüchen des 20. Jahrhunderts, die aus heutiger Sicht kritisch zu lesen ist.

Artikel des Monats September 2023:
Der Mann vom 50-Pfennig-Stück

Er hielt sein bekanntestes Werk wohl nie in den Händen: Richard Martin Werner. In den 1920er Jahren gehörte der gebürtige Offenbacher zum Schülerkreis des Bildhauers Richard Scheibe an der Frankfurter städtischen Kunstgewerbeschule. Dem Lehrer stand er gelegentlich auch Modell, etwa für die Jünglingsfigur des Friedrich-Ebert-Denkmals an der Paulskirche (1926).
Seit 1930 arbeitete Werner als freier Bildhauer in Frankfurt, Offenbach und später in Oberursel. In der NS-Zeit machte der aufstrebende Künstler, der sich dem „klassischen“ Ideal von „Harmonie und Schönheit in der geschlossenen Form“ verpflichtet fühlte, schnell Karriere. Bei den olympischen Kunstwettbewerben 1936 in Berlin erhielt er für seine steinerne Skulptur „Läuferin am Start“ eine „Ehrenvolle Erwähnung“; eine Version dieses Werks in Bronze wurde von der Stadt Frankfurt angekauft und auf dem Gelände des Waldstadions aufgestellt, wo sie bis heute ihren Platz hat.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Werner, aus der Kriegsgefangenschaft nach Oberursel zurückgekehrt, an Wettwerben der Bank deutscher Länder zur Gestaltung des bundesdeutschen Münzgelds, das im Zuge der Währungsreform ab 1948 eingeführt werden sollte. Mit seinem Entwurf für das 50-Pfennig-Stück gewann er den ersten Preis. Die neuen Münzen wurden zwar schon ab 1949 geprägt, kamen aber erst am 14. Februar 1950 in den Umlauf, wenige Monate nach dem plötzlichen Tod ihres Schöpfers Richard Martin Werner.
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Einige der Artikel in der vorliegenden Septemberlieferung setzen laufende Reihen im Frankfurter Personenlexikon fort. Im Rahmen der Kooperation mit dem Projekt „Musikstadt Frankfurt“ der Frankfurter Bürgerstiftung erscheint wieder ein Musikerartikel, diesmal über den seinerzeit weltberühmten Dirigenten Otto Dessoff, der als Erster Kapellmeister das neue Frankfurter Opernhaus 1880 eröffnete und in den folgenden Jahren zu musikalischem Glanz führte.
Einer weiteren Persönlichkeit aus dem Umkreis von Wilhelm Merton, dessen 175. Geburtstag in diesem Jahr gedacht wird, widmet sich der grundlegend neu bearbeitete Beitrag über Henry Oswalt. Der Jurist machte sich in enger Zusammenarbeit mit Merton und Adickes darum verdient, dass die Idee zur Gründung einer Frankfurter Universität auch verwirklicht werden konnte; zudem war Oswalt ein bedeutender liberaler Wirtschaftstheoretiker, der in den Debatten der Nationalökonomie seiner Zeit eine wesentliche Rolle spielte.
In unserer Sportreihe erscheinen diesmal gleich zwei Artikel über unvergessene Frankfurter Sportlegenden. Sie handeln von Achilles Wild, der 1882 der erste „Meister von Deutschland“ im Rudern wurde, und von Richard Kreß, der 1959 mit Eintracht Frankfurt die deutsche Fußballmeisterschaft gewann.

Noch hat sich der Sommer, der sich beim Erscheinen des Editorials im vorigen Monat schon in Regen aufzulösen drohte und dann doch wiederkehrte, nicht ganz verabschiedet. Genießen Sie die letzten Sommersonnentage in diesem Jahr – und vergessen Sie darüber nicht das Frankfurter Personenlexikon, das bei jedem Wetter eine wichtige Informationsquelle und eine lohnende Lektüre mit Frankfurter Biographien aus über 1.200 Jahren Stadtgeschichte darstellt.

Beste Grüße und Wünsche
Sabine Hock
Chefredakteurin des Frankfurter Personenlexikons

P. S. Die nächste Artikellieferung erscheint am 10. Oktober 2023.

Neue Artikel in diesem Monat:

Dessoff, Otto
Haag, August
Kreß, Richard
Oswalt, Henry
Riese, Hertha
Werner, Richard Martin
Wild, Achilles
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Ein Projekt der Frankfurter Bürgerstiftung

Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Stiftung Niederländische Gemeinde Augsburger Confession

Kooperationspartner: Frankfurter Historische Kommission
Projektleitung: Sabine Hock
Herausgeber: Clemens Greve, Sabine Hock
Datenbankprogrammierung: Andreas Bombel
Gestaltung: Anja Müller-Ries

Bildnachweis für die Kopfleiste (v. l. n. r.): Hamman von Holzhausen (Hans Happ nach Conrad Faber von Creuznach/UB Ffm.), Arthur Schopenhauer (ISG), Friedrich Stoltze (ISG), Johann Wolfgang Goethe (Johann Heinrich Lips/FDH-FGM), Max Beckmann (ISG), Bertha Pappenheim (ISG), Eduard Rüppell (Pompeo Marchesi/Archiv der SGN als Dauerleihgabe im HMF/Foto: Sven Tränkner), Paul Ehrlich (ISG), Christian Egenolff (Johann Friedrich Schmidt nach dem Monogrammisten „M“/ISG), Karl der Große (Andreas Artur Hoferick nach Karl Eduard Wendelstadt/Foto: Wolfgang Faust), Franz Adickes (ISG), Liesel Christ (hr-Archiv/Foto: Kurt Bethke), Ernst May (ISG), Georg Philipp Telemann (Valentin Daniel Preisler nach Ludwig Michael Schneider/ISG).

© ab 2014 Frankfurter Bürgerstiftung und für die einzelnen Artikel bei den Autoren und/oder Institutionen.

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